Jubiläumsfest 50 Jahre Sankt Pirmin
Erzbischof: „Wir setzen nach wie vor auf Pirmin”
Großer Festtag in Sasbach mit vielen Alt-Pirminern
Sasbach(sp). „Wir setzen nach wie vor auf Sankt Pirmin und investieren gerne personell und finanziell in die Ausbildung junger Menschen”. Diese Aussage von Erzbischof Robert Zollitsch war für Jung- und Altpirminer das schönste Geschenk, das der Freiburger Oberhirte dem Spätberufenenseminar und dem Schulstandort Sasbach zum 50-jährigen Pirmin-Jubiläum überbrachte. „Ich wünsche mir, dass die Ausbildung der jungen Männer zu einem echten Zeugnis österlichen Lebens in der Welt und für die Menschen führt”, so Robert Zollitsch, der mit Dankbarkeit und Stolz auf 50 Jahre Sankt Pirmin mit 111 Priestern, 30 Ordensleuten und vielen Absolventen in sozialen, medizinischen und kirchlichen Berufen zurückblickte.
„Haben wir den Mut, in der Welt für die Botschaft Jesu einzutreten und eine menschliche Gesellschaft zu schaffen”, so der Erzbischof in seiner Predigt. Denn der Glaube und die Osterbotschaft fordert dazu auf, die Einladung Gottes wie ein Geschenk anzunehmen, in eine lebendige Beziehung zu Jesus zu treten und mutige Zeugen des Glaubens zu sein. Mut bewiesen die ehemaligen und jetzigen Schüler, die ihren bisherigen Lebens- und Berufsweg abbrachen und ganz neu begannen. Diesen Mut hatten auch Erzbischof Hermann Schäufele und Rektor Hermann Oberle, als sie das Seminar gründeten und die ersten 36 Pirminer die Schule des Zweiten Bildungsweges besuchten. Dies würdigte Robert Zollitsch ebenso, wie den guten Geist in der Hausgemeinschaft und die vielen Priester und Ordensleute, die aus Pirmin hervorgingen. Wie sein Vorgänger im Bischofsamt, der Altsasbacher Oskar Saier, eine enge Verbundenheit mit Sasbach pflegte, so wollte dies auch sein Robert Zollitsch mit seinem Besuch dokumentieren. Er würdigte das Engagement der Erlenbader Schwestern in Sankt Pirmin und erwähnte besonders Schwester Kuniberta, die von 1961 bis 1994 der gute Geist in der Küche war.
Nach dem feierlichen Gottesdienst, schön mitgestaltet von Musikern und einer Schola, fand eine Feier mit einer Festrede von Professor Hans Jürgen Münk statt. Hierbei zeigte der Pirminer den unverzichtbaren Wert religiöser und christlicher Bildung auf, die für die existenzielle Selbstformung ebenso wichtig ist wie für die menschliche und ethische Gestaltung der heutigen und zunehmend säkularen Gesellschaft. Für die feine musikalische Note sorgte ein Saxophon-Quartett der Heimschule, während Pirminer in einem originellen Spiel mit Reminiszenzen an frühere Zeiten die drei Säulen von Pirmin, Bildung, Spiritualität und Gemeinschaft, darstellten. Der Alt-Pirminer und heutige Kollegleiter Gerd Sarcher zeigte aus selbst erlebter Zeit einige wichtige Epochen der Pirmin-Geschichte auf. Sowohl Franz Xaver Lender als auch Hermann Schäufele wollten mit ihren Schulen jungen Menschen neben der schulischen Qualifikation auch eine Persönlichkeitsbildung mit auf den Weg zu geben, um sich für einen priesterlichen oder pastoralen Dienst zu entscheiden. Dies geschah mit großem Erfolg, denn von 1875 bis heute gingen aus der Heimschule über 1100 Priester hervor, viele Pirminer wurden auch Ärzte, Lehrer, Diplom-Theologen oder wählten soziale Berufe. Weiter erinnerte er an unvergessene Persönlichkeiten wie Hermann Oberle, Werner Guldenfels, Bernhard Willmann und viele andere, die im Geist des heiligen Pirmin „gegen alle Widerwärtigkeiten die Frohe Botschaft verkündeten” und Nächstenliebe lebten. In Grußworten würdigten Bürgermeister Wolfgang Reinholz, Schulleiter Lutz Großmann und der Vorsitzende der Altsasbacher, Bernhard Friedmann die gute Arbeit und die Bedeutung des Seminars für Sasbach und für viele Diözesen in Deutschland.
Großer Festtag für Pirmin und Sasbach
Pirmin als prägender Ort für viele
Sasbach(sp). Das Jubiläum 50 Jahre Sankt Pirmin wurde nicht allein wegen der guten Nachricht von Erzbischof Robert Zollitsch zu einem großen und wichtigen Festtag für die Hausgemeinschaft und den Schulstandort Sasbach. Vor allem das gelebte Zeugnis christlichen Glaubens, die enge Verbundenheit von aktuellen und vielen ehemaligen Schülern und der gute „Pirmin-Geist” machten den Geburtstag zu einem echten Gewinn und zu einer Stärkung des Pirmin-Geistes „So habe ich mir das vorgestellt”, meinte Rektor Edgar Eisele beim gemütlichen Ausklang, als sich die Ehemaligen in geselliger Runde an alte Zeiten erinnerten, ihre früheren Lehrer trafen und mit den Jung-Pirminern einen wundervollen Tag verbrachten. So mancher Pirminer kehrte nach vielen Jahren wieder in das Seminar zurück und bei allen war große Dankbarkeit zu spüren, dass Sankt Pirmin und das Kolleg „prägende Orte” für ihr weiteres Leben waren, so Edgar Eisele. Hierfür bedankte er sich bei der Erzdiözese und der Vereinigung der Altsasbacher für die Unterstützung, bei den Lehrern und der Heimschule Lender sowie bei den Mitarbeitern, die diesen guten Rahmen ermöglichen. Ein besonderer Dank galt allen in der Haus- und Schulgemeinschaft, die gerne und mit viel Engagement den Festtag vorbereiteten, Text- und Bilddokumente erstellten und für die Gäste den „roten Teppich” ausrollten.