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Abitur 2010

Fotos: sp

Abiturfeier der Heimschule Lender
Dreimal Traumnote 1,0 am Gymnasium und Wirtschaftsgymnasium


Sasbach(sp). „Unser Weg zur Lender war der richtige Weg”. Treffender konnten Philip Kern und Manuel Maurer die vielen guten Erfahrungen und den Dank von 207 Abiturienten des Gymnasiums und Wirtschaftsgymnasiums und nicht ausdrücken, nachdem die „ABIsode” in „Lenderly Hills” mit der Übergabe der Reifezeugnisse und einer niveauvollen Feier endete. Freude, Dankbarkeit und das Aufschlagen eines neuen Kapitels standen im Mittelpunkt des Abschiedstages, als die Abiturienten mit ihren Familien, Rektor Edgar Eisele und Pfarrer Uwe Arnold einen gehaltvollen Gottesdienst feierten. Von der Heimkirche ging es in die Hornisgrindehalle, wo die Akteure der „ABIsode” durch eine von Schülern gebildete Blumen-Allee spazieren durften und mit tollen Liedern des Unterstufenchores (Stephan Lung) begrüßt wurden. Locker dun humorvoll führten Luisa Nock und Philipp Basler durch die „Finale Folge” der „ABIsode”, die die famose Abiband mit heißem Soundtrack garnierte.

„Ich wünsche ihnen die Erfahrung des Staunens über die Geheimnisse der Ordnung der Welt und des menschlichen Zusammenlebens”, so Schulleiter Lutz Großmann bei seinem Zukunfts-Wunsch für die Abiturienten. „Warten sie nicht untätig auf diese Momente, sondern tun sie etwas dafür, immer wieder vom Gefühl der Ergriffenheit erfasst zu werden”. Er ermunterte die Schüler, in Ehrfurcht vor der Schöpfung nach den Gründen der Existenz zu forschen, nach dem Wesen der Wahrheit zu fragen und die von Gott geschenkten Talente zu nutzen und zu verfeinern. Weiter betonte er, dass er mit Abimottos wie „We love to lendertain you” und „High Sociabi – Reich, schön, Privatschüler” seine Probleme hatte, auch mit dem 2010er: „Lenderly Hills – Die Abisode ist zu Ende”. Denn eine Episode sei eine in sich abgeschlossene Nebenhandlung. „War ihre Schulzeit also eine Nebenhandlung im Lebensstil von Beverly Hills?”. Vielleicht war dies für einige der Fall, doch das breite Engagement der Mehrheit im Unterricht, in der Musik oder auf der Theaterbühne spreche eine andere Sprache und die Meisten könnten stolz auf das Erreichte sein. Deshalb gab er den Schülern ein Abimotto des Philosophen Platon mit auf den Weg, um niemals die natürliche Neugier zu verlieren und das Wesen der Welt zu erforschen: „Das Staunen ist die Einstellung eines Menschen, der die Weisheit wahrhaft liebt – ja, es gibt keinen anderen Anfang der Philosophie als diesen.” Demnach sei Zukunft mit einer Haltung der christlichen Ehrfurcht und des Staunens verbunden. Doch mit Blick auf den Zeitgeist, alles gleichzeitig und sofort genießen zu wollen, sollten die Schüler darüber nachdenken, was für sie Leben und Freiheit bedeuten. Freiheit bedeutet nicht, dass Wünsche auf Gedeih und Verderb und wenn möglich sofort umgesetzt werden, koste es, was es wolle. Die Ziele und Stationen seiner Lebensreise sollte man sich nicht im Pauschalkatalog oder online vorschnell buchen, sondern jeder müsse Reiseleiter der eigenen Lebensstationen sein, an denen wirkliche Lebenserfahrungen gemacht werden.

Dass der „Lendergeist” Werte wie Offenheit,  Zusammenhalt, Toleranz, Entwicklung der Persönlichkeit und kritisches Denken bedeutet, verdeutlichten Philip Kern und Manuel Maurer in ihrer beeindruckenden  Abitursrede und den Dank an „ihre” Schule. Besonders erinnerten sie an die schwierige Situation im Wirtschaftsgymnasium und viele traurigen Momente nach dem Tod der Abteilungsleiterin Manuela Schwer, aber auch daran, wie sich Elsbeth Klemm, Cordula Braedel-Kühner, Lutz Großmann und die neue Leiterin Lisa Storz mit großem persönlichen Engagement um die Schüler kümmerten.
 

Dreimal die Traumnote 1,0 an der Lender

Sasbach(sp). Den Preis der Gemeinde Sasbach für die Traumnote 1,0 erhielten Ines Lung, Manuel Maurer und Lutz Wierer mit den besten Wünschen von Bürgermeister Wolfgang Reinholz. Er würdigte die Leistungen der Schüler und der Heimschule, die ein wichtiger kultureller und wirtschaftlicher Faktor in der Gemeinde sei und sich durch eine Vielfalt an Aktivitäten auch in Zusammenarbeit mit der Gemeinde (Benefizkonzert Haiti, Kunstprojekt mit Marmoutier, Internationales Jugendprojekt) auszeichne. Dem Bürgermeister war es eine Freude, Benedikt Rube den Toni-Merz-Preis zu übereichen, der LuK-Preis mit einem ansehnlichen Geldbetrag und einem Praktikum für den besten Schnitt in den Naturwissenschaften verlieh Jürgen Freitag der Abiturientin Larissa Kohler. Der Sozialpreis der Vereinigung der Altsasbacher, überreicht von Gerd Sarcher, ging an Manuel Maurer (WG), der auch Preise für seine glänzenden Leistungen in Deutsch, Mathematik, Spanisch und Wirtschaft erhielt. Der Französisch-Preis für beste Sprachkenntnisse ging an Ines Lung, Lutz Wierer erhielt Preise für ausgezeichnete Ergebnisse in Mathematik, Chemie, Deutsch.