Abiturfeier Seminar Sankt Pirmin
Fabelhafter Schnitt von 1,9 auf dem Zweiten Bildungsweg
Abschied aus Pirmin und viel Lob für die Unterstützung
Sasbach(sp). „Pirmin ist das, was jeder daraus macht”. Diese Aussage des Abiturientensprechers Christian Ludwig vom Seminars Sankt Pirmin verwirklichten sechs junge Männer in den letzten vier Jahren auf dem Zweiten Bildungsweg. Denn Karl-Heinz Blaser (Bad Saulgau-Bierstetten), Kristoffer Hug (Staufen), Martin Link (Eggingen), Christian Ludwig (Münsingen-Magolsheim), Timo Mirau (Karlsruhe) und Christopher Stewart (Wiesloch) erwarben sich das Abitur mit einem fantastischen und bislang einmaligen Seminar-Schnitt von 1,9, wofür die Kollegiaten von allen Seiten höchstes Lob erhielten. Die Zeugnisse überreichten der Kollegleiter Gerd Sarcher und die Tutorin Adelheid Kaltenbach, ebenso die Preise für sehr gute Leistungen in einzelnen Fächern. So erhielt Timo Mirau den Preis der Stiftung „Humanismus heute” (Latein und Griechisch) sowie den Scheffelpreis (Deutsch) der literarischen Gesellschaft. Preise für ausgezeichnete Leistungen in den Fächern Geschichte und Katholische Religion erhielt Christian Ludwig, Martin Link für sehr gute Ergebnisse in Mathematik und Hebräisch.
Die Feier begann mit einem festlichen Gottesdienst, den Rektor Edgar Eisele und Spiritual Werner Ruschil mit den Abiturienten und deren Familien feierten. Der Rektor wünschte den scheidenden „Pirminbuben”, dass sie nicht nur viel Wissen und gute Impulse aus dem Seminar mitnehmen, sondern auch die Erfahrung, dass Gott seine Hand auf die Abiturienten legte, damit sie zum Segen für andere werden. Dies sei dort notwendig, wo es um das Leben und die Würde des Menschen gehe und der eigene Vorteil, das Nützlichkeitsdenken und der Spaßfaktor zu den entscheidenden Leitmotiven von Menschen werden.
„Nur Menschen, die fragen, lernen; nur Menschen, die lernen, werden wachsen und reifen”. Dieses Wort von Hermann Hesse gab Gerd Sarcher den Abiturienten mit auf den Weg, nachdem sich Lehrer und Seminarleitung vier Jahre bemühten, das „Lernen durch Fragen” und die Suche nach der eigenen Position umzusetzen. „Ohne die verlässliche und persönliche Betreuung jedes Einzelnen wäre ein solches Abiturergebnis nicht möglich gewesen”, so Gerd Sarcher, der dem Kollegium und den Mitarbeitern im Seminar dankte. „Bauen Sie weiter am tragfesten Fundament gegenseitiger Rücksichtnahme und am Bekenntnis zur eigenen Stärke, die den anderen mit einschließt”. Denn es gelte immer noch: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut”. In einer Zeit zunehmender Veränderungen und einer Gesellschaft, die den kurzfristigen Erfolg favorisiere, gab er den scheidenden Pirminern noch einen Gedanken mit auf die Reise: „Ohne Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen kann die eigene Freiheit verkommen”.
Der Kurssprecher Christian Ludwig bedankte sich bei der Leitung der Heimschule, des Kollegs und der Erzdiözese dafür, dass es Pirmin gibt und Schüler eine sehr gute Bildung und Begleitung erfahren. Ein besonderer Dank galt Rektor Edgar Eisele, Spiritual Werner Ruschil, den Pastoralreferenten Markus Zimny und Kassian Burster sowie der Sekretärin Krimhilde Lorenz-Sehlinger und allen Lehrern und Mitarbeitern, die für das „Mehr” an Unterstützung und den guten Rahmen für das Ziel Abitur sorgten. Gemeinschaft, Bildung und Spiritualität seien die drei Säulen des Seminars und die „Seele von Pirmin”, so Christian Ludwig, der an vielen Beispielen aufzeigte, wie diese Kernelemente im Leben der Hausgemeinschaft verankert sind. „Pirmin bietet für jeden viele Chancen, die nur genutzt werden müssen”.