Abiturfeier Seminar Sankt Pirmin Sasbach
Alle studieren Katholische Theologie
Sasbach(sp). „Sankt Pirmin ist für uns zu einem Stück Heimat geworden, Sasbach wird immer in unser Herz geschrieben sein”. Dieses schöne Kompliment des Abiturientensprechers Volker Schlachter spricht für sich und die vielen guten Erfahrungen, die er und seine Mitschüler in den vergangenen vier Jahren im Seminar und Kolleg „Sankt Pirmin” bis zur bestandenen Reifeprüfung mit einem Gesamtschnitt von 2,6 machen durften. Nun beginnt für Alexander Birkle (Rottenburg), Johannes Kirchgeßner (Buchen-Hettingen), Mathias Michaelis (Scheer), Markus Moch (Kronau)und Volker Schlachter (Wertheim-Dörlesberg) ein neuer Lebensabschnitt, nachdem sie aus dem Berufs- und Schulleben heraus über den Zweiten Bildungsweg ein weiteres Teilziel auf dem Weg zum Studium erreichten. Sehr erfreulich und im Sinne des Seminars ist, dass alle Fünf Theologie studieren und drei in ein Priesterseminar eintreten, um einen besonderen Berufsweg einzuschlagen. Doch zuvor überreichten Gerd Sarcher und Tutor Alfred Hänecke die heiß ersehnte Zeugnisse mit den besten Wünschen für die Zukunft. Als bester Abiturient erhielt Volker Schlachter (1,4) den Bernharduspreis der Erzdiözese Freiburg, ebenso den Scheffelpreis (Deutsch) und einen Preis für sehr gute Leistungen in Mathematik. Über den Religionspreis durfte sich Markus Moch freuen, während Mathias Michaelis den Sozialpreis der Vereinigung der Altsasbacher für sein außerordentliches soziales Engagement als Leiter der Schulsanitäter erhielt.
„Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis”. Getreu diesem Dichterwort verdeutlichte Gerd Sarcher, dass der Segen verdientermaßen als Preis für die Mühen und dafür verstanden werde, dass Menschen ihre Talente entdecken und entfalten. Doch „auch in Sasbach fliegen die guten Noten nicht wie die gebratenen Tauben durch die Luft, die süßen Früchte der Arbeit reichen auf manche bittere Wurzel der Anstrengung zurück”. Dabei durften die Abiturienten der Unterstützung durch die Eltern, der Mitarbeiter und Lehrer mit einem Engagement über das normale Maß hinaus gewiss sein. Neben den schulischen Leistungen hätten sich die Abiturienten im Seminar selbst einen Mehrwert erarbeitet, indem sie sich in der Bühnenbild-AG, in der Schola oder in verschiedenen Diensten im Haus engagierten. Da sich der Mensch aber nicht allein durch Arbeit definiere, waren die Jahre in Pirmin auch eine „Quelle der Freude” bei Festen, Klassenfahrten oder Pirminstagen, die viele gute und glückliche Momente brachten. Tutor Alfred Hänecke würdigte die Besonderheiten und vielfältige Fähigkeiten der Abiturienten, die zu einer besonderen „Würze an Lebendigkeit” im Unterricht und darüber hinaus wurden. Er wünschte jedem, dass er den richtigen Weg findet, seinen jugendlichen Elan bewahrt und offen und glaubwürdig die neuen Aufgaben angeht.
Der schulische Erfolg war das Hauptziel in Pirmin, genauso wertvoll und wichtig waren das Zusammenleben in der Hausgemeinschaft, die Gottesdienste und spirituellen Erfahrungen, der „gute Draht” zu den Lehrern, das offene Gespräch und die vielen Menschen im Umfeld. Dafür bedankte sich Volker Schlachter bei Edgar Eisele und Markus Zimny von der Hausleitung, den Mitarbeitern, Lehrern und insbesondere bei den Eltern für die gute Unterstützung.
„Kümmert euch um die Mutlosen, die Einsamen und an den Rand gedrängten. Lebt die Frohe Botschaft Jesu”. Diesen Auftrag im Sinne Jesu gab Edgar Eisele den Abiturienten während des Gottesdienstes mit auf den Weg, auf dem sie auch auf die vielen guten Pirmin-Erfahrungen in dem „Rucksack der Persönlichkeit" vertrauen dürfen. Hierzu gehöre die Erfahrung, durch Konflikte oder eigene Fehler gelernt zu haben sowie die Fähigkeit, Menschen zu begegnen, Beziehungen zu gestalten und Vertrauen zu übernehmen. Freundschaften seien gewachsen und jeder konnte erleben, dass man sich wie aufeinander verlassen konnte. Zu der in Pirmin gereiften Persönlichkeit gehöre auch die je eigene Glaubenskraft und das Gottvertrauen, mit dem die Abiturienten zuversichtlich den neuen Weg wagen können.