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Apéritif culturel

Fotos: sp

Apéritif culturel Heimschule Lender
„Trailer” aus Eigenkomposition „Lundibal”
Erstes Konzert im neuen Jahr


Sasbach(sp). Die Welt der Gnome, Elfen und Fabelwesen wurde lebendig und sorgte bei den Besuchern der Konzert-Matinee „Apéritif Culturel” an der Heimschule Lender für große Augen. Denn der „Trailer” aus dem selbst komponierten und geschriebenen musikalischen Märchen „Lundibal” kam bestens an und weckte Geschmack auf mehr, die ganze fabelhafte Geschichte über und unter Wasser zu sehen und zu hören. Ende des Schuljahres wird es soweit sein, dass die Musikzugklassen 7c/d unter der Leitung von Ulrich Noss alle Feinheiten ausgearbeitet haben und die Ur-Aufführung von „Lundibal” wie viele Preis gekrönte Schüler-Projekte zuvor erfolgreich über die Lender-Bühne gehen kann. Mit der Aufführung einer Kostprobe aus „Lundibal” haben sich die Schüler das erste dicke Lob verdient, besonders die jungen Komponisten Lisa Burkert und Roxana Bartalis sowie die Texter Vincent Heußer, Tim Frietsch, Dennis Marx, Daniel Graf und Lorenz Heußer. Für die Ausbildung der Körpersprache sorgt die Ballettlehrerin Krisztina Bartalis, denn in der Fabelwelt sollen Musik, Gesang und Spiel eine möglichst perfekte Einheit bilden und vor den Augen der Wettbewerbs-Juroren einen super Eindruck machen.
Trotz Schnee und Eis hatte sich eine große Zahl von Besuchern auf den Weg zum ersten „Apéritif Culturel” 2010 gemacht, der traditionell Klassenorchestern, Projekten und Solisten ein Forum bietet und den Besuchern Einblicke in das vielfältige Arbeiten am „Musikgymnasium Lender” gibt. Nach der Begrüßung durch den Fachleiter Musik, Joachim Rohrer, sorgte „Lundibal” für eine zauberhafte Ouvertüre, bevor für einige der angehenden Abiturienten aus dem Neigungsfach Musik (Dagmar Brenner) eine Generalprobe für das in Kürze bevorstehende fachpraktische Abitur anstand. Den solistischen Reigen eröffnete Christine Bürk (Klavier Roman Kühn) mit dem Lied „Se tu m´ami” von Giovanni Battista Pergolesi, das sie mit einer reifen Leistung und viel Gefühl meisterte. Hier wie bei allen anderen Abiturienten wurde deutlich, über welch ein niveauvolles Leistungsvermögen die Jugendlichen verfügen und wie hoch die Anforderungen für das fachpraktische Abitur sind. Dies wurde an der niveauvollen Darbietung von Anna-Katharina Wittlage auf der Bass-Klarinette (Klavier Roman Kühn) und dem 2. Satz aus dem Klarinettenkonzert von Louis Spohr ebenso deutlich, wie beim virtuosen Violinen-Spiel des 1. Satzes aus der Sonate a-moll von Robert Schumann  von Ines Lung (Klavier Roxane Lung). Wie ihre Mitschülerinnen ist auch Lucia Gebath (Saxophon)  von erfolgreichen Teilnahmen an „Jugend musiziert” bestens bekannt, die ihr großes Können mit „Scaramouche” von Darius Milhaud (Klavier Roman Kühn) unter Beweis stellte. Für den Schlussakkord der Abiturienten sorgte Tobias Müller mit einem famosen Schlagzeugsolo.
Im Nachklang zum Holocaust-Gedenktag an der Heimschule Lender (wir berichteten) spielte Bärbel Anstett mit den Schülern des Musikzuges Klasse 11 Musik aus dem Ghetto Theresienstadt, darunter war auch ein „Jiddisches Lied”, gesungen von Vanessa Skudlik. Das Klassenorchester des Musikprofils 8 unter der Leitung von Stephan Lung präsentierte sich in bester Spielfreude und kredenzte den Gäste mit „In the mood” und „Battle of Jericho” einen musikalischen Apéritif, der allen durch die dargebotene Qualität viel Freude bereitete.