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Kunstprojekt in Marmoutier (ABB November 2009)

Fotos: HL

Sasbach(HL). Schüler der Jahrgangsstufe 13 im Neigungsfach Bildende Kunst der Heimschule Lender arbeiteten in einem viertägigen Workshop in der historischen Schmiede „La Forge“ in der Sasbacher Partnergemeinde Marmoutier. Nach der ersten erfolgreichen Zusammenarbeit im Jahre 2007, die wesentlich durch Zuschüsse der Region Pamina und der Region Alsace finanziert wurde, unterstützt die Stiftung der Vereinigung der Altsasbacher seit 2009 großzügig das künstlerische Projekt des Kulturhauses Lender mit der „Association La Forge“ in Marmoutier, so dass für die Teilnehmer keine Kosten entstehen. Schüler der Kunstateliers im Kulturhaus Lender und der Neigungskurse Bildende Kunst werden in den folgenden Jahren im Oktober nach Marmoutier fahren. Der Aufenthalt ist auch als Belohnung für diejenigen Schüler gedacht, die engagiert an der Erstellung einer „Bewerbungsmappe“ in den Ateliers arbeiten.

Den Auftakt des Workshops bildete ein informatives Zusammensein mit Bürgermeister Jean-Claude Weil, der seiner Freude über den Besuch der Sasbacher Freunde Ausdruck verlieh und den Schülern die wechselvolle Geschichte Marmoutiers erläuterte, auch das jüdische Gemeindeleben, das sich noch heute auf dem beeindruckenden Friedhof von Marmoutier und der ehemaligen Synagoge erleben lässt.

In der Schmiede wurde an unterschiedlichen Eisenteilen gearbeitet, die als Grundlage für ein Eisen-Iglu gedacht sind, das im nächsten Jahr an der Lender aufgestellt werden soll. Niko Chardell, Bildhauer und Schmied, betreute die  Schüler. Seine Frau Iwona Chardell, Bilderrestauratorin, leistete die organisatorische Arbeit im Team von La Forge. 

Eine zweite Gruppe von Schülern erstellte unter der Leitung von Bernd Behrends, Kunstlehrer an der Heimschule Lender, großformatige Collagen, deren Bildmaterial aus Motiven einer fotografischen Spurensuche in der Stadt Marmoutier bestand. Dieses wurde digital bearbeitet und danach malerisch-grafisch überarbeitet. Untergebracht waren die Schüler im malerisch gelegenen Gästehaus des Franziskanerinnenklosters „Couvent Reinacker“. Die im Original erhaltene Kirche des Klosters wurde von Baumeistern des Straßburger Münsters im romanischen und gotischen Stil erbaut. Auf der Rückreise besuchte man die Vernissage der aktuellen Ausstellung „moving lines“ des Künstlerkreises Ortenau im Artforum Offenburg.