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Comenius-Projekt gestartet

Sasbach(sp). Aus Fernsehbeiträgen von zehn europäischen Schulen soll in den nächsten zwei Jahren eine internationale Sendung „geschnitten” werden, die Ziel und Ergebnis von „Teen TV” und damit des Comenius-Projekt der Heimschule Lender ist. Der Start des europäischen Projektes erfolgte bei einem ersten Treffen am technischen Gymnasium in Altamura (Süditalien) in der Nähe von Bari, an dem seitens der Heimschule Lender die Lehrer Margit Huber und Emil Spath sowie der Schüler Jonas Fartaczek von „Lender TV” teilnahmen. Das Projekt „Teen TV” wird von der Europäischen Union gefördert, es ist auf zwei Jahre angelegt und umfasst neben den Projektarbeiten an den jeweiligen Schulen auch sechs Treffen in verschiedenen Ländern. An dem Projekt nehmen Schulen aus Island, Irland, England, Frankreich, Belgien, Polen, Spanien, Griechenland, Italien und Deutschland. Für die Heimschule Lender ist es das dritte Comenius-Projekt und deshalb besonders interessant, da es sich mit den bereits vorhandenen Strukturen von „Lender TV” und der technischen und personellen Ausstattung bestens vereinbaren lässt. Währen des Projektes haben die teilnehmenden Schüler zunächst die Aufgabe, nationale Fernsehbeiträge zu erstellen. Hierbei werden sie durch Fachleute in verschiedenen filmtechnischen Fähigkeiten wie Schnitttechnik, Kameraführung, Tontechnik ausgebildet, um dann bei den Treffen aller aus den nationalen Sequenzen einen internationalen Beitrag zu erstellen. Die Beiträge werden dann als Podcasts im Internet veröffentlicht. Bei dem Projektstart in Altamura ging es darum, die unterschiedlichen Vorstellungen hinsichtlich der Umsetzung zu diskutieren und eine gemeinsame Konzeption für das erste halbe Jahr zu erstellen. Um den Schülern zunächst einen besseren Einblick in Lebensgewohnheiten und Bräuche innerhalb der einzelnen Länder zu geben, verständigte man sich als Einstieg auf zwei übergeordnete Themen: Weihnachten und Neujahr sowie Schulalltag. Im weiteren Verlauf sind Themen wie Integration von Minderheiten, Vergleich unterschiedlicher Schulkonzeptionen und die Lebenssituation von Jugendlichen aus verschiedenen Ländern geplant. Dass die Heimschule Lender seit über einem Jahr mit dem Schulfernsehen „LenderTV” auf Sendung ist und bereits in bundesweiten Medien vertreten war, ist eine sehr gute Grundlage für ein qulitativ hochwertiges Arbeiten im „Teen TV”.
In Altamura wurden die internationalen Gäste mit italienischer Herzlichkeit in der Schule und von der politischen Gemeinde empfangen, es folgten fünf Tage des intensiven Austauschs und des gegenseitigen Kennenlernens. Deutlich wurde, dass dieser von der EU finanziell geförderte Weg, Europa an der Basis zusammen zu führen, ein wichtiger Baustein gerade für Schüler und Lehrer darstellt. Dies deshalb, weil sie durch die intensive Beschäftigung mit konkreten Inhalten die mentalen und nationalen Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten erleben können. Hierbei soll auch deutlich werden, dass trotz unterschiedlicher Mentalitäten und Herangehensweisen Schüler und Lehrer erleben, wie gemeinsame Ziele und Ergebnisse erreichbar sind und was Europa sein kann.

 

Fotos:sp