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Israelaustausch 2011: Leyada meets Lender

Sasbach. Unterschiedlicher könnte der Ausgangspunkt nicht sein, wenn sich Schüler aus Sasbach auf den Weg nach Jerusalem machen unter dem Motto „Leyada meets Lender“. Leyada, das ist das Gymnasium neben der Hebräischen Universität  in Jerusalem in Reichweite von Knesset und Israelmuseum und die Heimschule Lender wird vertreten von 37 Schülern, die aus den Orten um Sasbach einen Hauch von Schwarzwald mit nach Israel nehmen.Einen Ort zum Wohnen fanden sie in israelischen Familien, in denen sie Gastfreundschaft in vollen Zügen erfahren durften. Begleitet wurden sie von den Lehrern Ulrike Keller, Ulrich Noss, Doris Uhlig und Johannes Thäter.
An neun Tagen trafen sich ca 100 Schüler zur Arbeit in Projektgruppen. Wie selbstverständlich entwickelte sich die Zusammenarbeit in Musik, Theater und Kunst. Unter derm Thema „A place to live, a place to love“ brachten beide Schulen ihre Schwerpunkte ein. So entwickelte sich eine einzigartige Kooperation, die  in eine wunderbare Aufführung mündete. Es war ein Programm voller sprühender Ideen, getragen von der Leichtigkeit des Seins, angetrieben von der Spielfreude und der Begeisterungsfähigkeit junger Leute aus beiden Schulen. Die Musik war ein ein bunter Mix aus Jazz, Gospel, Beatles- Songs, englischer Barockmusik und dem großen Finale mit demLuis Armstrong Hit„What a wonderful world“, alles arrangiert von dem Jerusalemer Musiklehrer Jonathan Lesser.Die Inspiration der Theaterleute kam von Shira Nathan, und die Künstler entwickelten ihre Ideen zusammen mit der international bekannten Installationskünstlerin Yael Robin.
Neben der täglichen Arbeit nahm auch das Kennenlernen der Umgebung von Jerusalem einen breiten Raum ein. EineWanderung durch das Naherholungsgebiet Sataf und ein Picknick inmitten einer überwältigenden Mandelblüte, eine Gang über die Dächer der Jerusalemer Altstadt mit Blick auf die Kuppeln der drei Weltreligionen – Grabeskirche, Felsendom und Hurvasynagoge -, eine Führung durch die Schätze des Israelmuseums, ein Gang durch den biblischen Zoo und ein Besuch in Tel Aviv in dem Musikgymnasium Thelma Yellin hinterließen wichtige Einblick in die israelische Realität.  Auch Orte des Erinnerns und der Entwurzelung spielten eine Rolle beim Besuch der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem und beim Treffen mit den Zeitzeugen Ehud Loeb, ehemals Bühl, und Menachem Mayer, ehemals Hoffenheim.
Eine neue Dimension gewann der Schüleraustausch dadurch, dass ein persönliches Gespräch zwischen israelischen und deutschen Eltern wie auch unter Lehrerkollegen stattfinden konnte. Das war möglich, weil eine Gruppe von 40 Erwachsenen, die gleichzeitig zu einer Reise durch Israel unterwegs war, am Ende mit den Schülern zusammentraf und die Begegnung mit der Schulgemeinde von Leyada mitfeierte. Nach der Aufführung gab es bei einem israelischen Büffe noch viele Gespräche bis tief in die Nacht. Mit unvergesslichen Eindrücken und dem Versprechen ,nächstes Jahr sich wieder zu treffen in Sasbach, machten sich beide Gruppen auf die Heimreise.
 

Foto: privat