Sasbach(sp). Die Schülerherberge „Albergue Escolar“ in Chiuchín/Peru war kürzlich Ort eines kleinen Altsasbachertreffens verbunden mit einer symbolischen Spendenübergabe von der Heimschule Lender in Höhe von rund 1.600 Euro. Denn zurzeit absolviert der ehemalige Lenderschüler Lucas Langanky aus Obersasbach ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Pfarrei von Pfarrer Wilfrid Woitschek, der Schüler des Seminars „Sankt Pirmin“ in Sasbach war und seit über 25 Jahren Pfarrer von „San Juan Bautista” in Churin ist. Hier absolvierte auch die Altsasbacherin Isabel Glaser aus Fautenbach ihr Freiwilliges Soziales Jahr und mit anderen jungen Leuten gründete sie den „Fondo Peru“, um Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, nach der Sekundarschule ein Studium beziehungsweise eine Ausbildung zu absolvieren. Seit über 20 Jahren unterstützt die Heimschule Lender mit ihren „Sternsinger“ und der Vereinigung der Altsasbacher die Arbeit von Padre Wilfredo, in dem die Spenden aus dem Weihnachtskonzert und der Sternsingeraktion direkt nach Peru gehen. Durch diese Veranstaltungen und einen Spendenaufruf zu Gunsten des Schulprojektes der Salesianer „Don Bosco“ auf Haiti kamen über 4.000 Euro zusammen, um vor allem die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Peru und Haiti zu unterstützen. Die Spendenaktion „Sasbach hilft“ nach dem Erdbeben in Haiti 2010 brachte mit Unterstützung der Gemeinde und der kulturellen Vereine (Benefizkonzert) den stolzen Betrag von über 23.000 Euro.
Als Koordinator und Priester vor Ort war Wilfrid Woitschek maßgeblich an der guten Entwicklung der Partnerschaft zwischen der Erzdiözese Freiburg und Peru beteiligt, die 1986 von Kardinal Juan Landázuri Ricketts und Erzbischof Dr. Oskar Saier mit zwei feierlichen Gottesdiensten im Freiburger Münster und in der Kathedrale von Lima offiziell geschlossen wurde. Der Obersasbacher Lucas Langanky arbeitet seit September 2010 auch in der „Albergue Escolar“, die Padre Wilfredo 1997 bauen ließ. In dieser „Herberge“ können die Kinder aus den abgelegen Dörfern wohnen und es wird ihnen ermöglicht, die Schule zu besuchen.