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Weihnachtskonzert an der Heimschule Lender

Sasbach(sp). „Schafhirten hat er als Hofstaat, die Armen sind sein Volk, er regiert mit Frieden und behauptet sich mit Liebe”. Das Geschehen von Bethlehem und Jesu Botschaft lenkten den Blick auf  Weihnachten, als der Kammerchor der Heimschule Lender unter Leitung von Ellen Krämer das englische Wiegenlied „Christmas Lullaby” sang. Das feine Klangbild des Chores, die geradezu liebevolle Melodie und die hymnische Tonsprache mit dem Lobpreis auf die „Mutter des göttlichen Kindes” formten sich zu einem besonderen Glanzpunkt des Konzertes, das die Besucher aus der Advents- in die Weihnachtszeit begleiten wollte. „Strahlend und hell scheint ein Licht über Bethlehem, Engel erfüllen die Lüfte mit Schall”, so die Botschaft von „Christmas Lullaby”. Mit „The Coventry Carol” sang der Chor eine weitere Kostbarkeit aus einem Mysterienspiel des 16. Jahrhunderts, die von der Angst einer Mutter um ihr Baby erzählte, nachdem König Herodes nach der Geburt des „neugeborenen Königs der Juden” befahl, alle Knaben bis zum Alter von zwei Jahren zu töten.
„Ich bin erfüllt von dem, was ihr uns geschenkt habt”. Ein schöneres Kompliment konnte Schulleiter Lutz Großmann den nahezu 200 Schüler nicht machen, die den Gästen mit Musik, Gesang und Spiel ein wunderbares „Weihnachtspäckle” schenkten. Er wünschte Schülern, Lehrern und Eltern, das sie mit der bewussten Erfahrung der Weihnacht das „wahre Geheimnis des Lebens” erkennen. Dass Rektor Edgar Eisele trotz Schnee und Eis so viele Gäste in der nahezu voll besetzten  Heimkirche begrüßen konnte, bedeutete für die Fachschaft Musik und die jungen Akteure eine tolle Anerkennung der guten Arbeit am „Musikgymnasium Lender”. Zum guten Brauch gehört es, dass die Besucher zu Spenden für die Lender-Projekte in Peru und den Aufbau einer Schule der Salesianer Don Bosco in Haiti eingeladen waren. Das Spendenkonto mit dem Kennwort „Erdbeben Haiti” (Volksbank Achern Kontonummer 13026106 - BLZ 66291300) ist bis Ende Januar geöffnet.
Mit einer „Intrada” und festlichen Posaunenklängen eröffneten Jürgen Bruder, Pascal Marin, Manuel Sommer und Stefan Ritter das Konzert, bevor es bei einem adventlichen Spiel (Stefanie Meier/Annette Preuß) mit „mit Volldampf nach Bethlehem” ging. Es war köstlich, wie die modernen Engel „binnen differenziert” ganz typischen menschlichen Tätigkeiten wie Aktienkurse lesen oder Fußball spielen nach gingen, von einem kleinen, aber lieben Teufel verleitet wurden und fast vergaßen, nach Bethlehem zu fliegen. Große Aufregung im Himmel gab es beim Unterstufenchor (Ulrich Noss/Stephan Lung) bei der schönen Darbietung des Singspiels „Großer Stern, was nun?” Denn ausgerechnet zur Weihnachtszeit fehlte der Stern von Bethlehem. Die Engel suchten ihn, fanden den auf die Erde gefallenen Stern und trugen ihn auf ihren Flügeln zum Himmel, damit er an Heilig Abend strahlende Festtagsfreude verbreiten konnte. Dies tat auch das Streichervororchester unter Leitung von Bärbel Anstett, das mit „Festival For Fiddlers” eine fein gespielte und niveauvolle Leistung darbot. Mit zwei Sätzen aus dem Telemann-Konzert für Viola-Streicher sorgten das Orchester und der Solist Paul Rumpf für einen wohl klingendes Genuss, wobei der Solist bei den schnellen Läufen des Allegro sein versiertes Können zeigte. Über ein ganz dickes Lob des Schulleiters durfte sich der Referendar und begeisterte Blasmusiker Jürgen Bruder freuen, der trotz heißer Prüfungsphase mit dem Bläservororchester Werke erarbeite und aufführte. Das war ein Sonderapplaus wert, den sich auch das gut disponierte Orchester mit seinem rundem Klangbild und famosem Spiel von „Happy Christmas” und Weihnachtsliedern „Around The World” verdiente. Aufführende und Gäste (Orgel Thomas Feigenbutz) vereinten sich dann zu einer Formation, um das vertraute und schöne Paul Gerhardt-Lied „Ich steh an deiner Krippen hier” zu singen.



Fotos:sp