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Altsasbachertag - Festakt mit Ehemaligen-Orchester und Magier

Sasbach(sp). Ein „Spontan-Orchester“ mit Altsasbachern sorgte beim Festakt der Vereinigung für eine besondere Note mit herrlichen Klangfarben. Der Jubilar Herbert Bolze verkörperte mit einem begeisterten Loblied auf „seine“ Heimschule den lebenden „Lendergeist“, während Schulleiter Lutz Großmann und die Lateinlehrerin Claudia Wilhelm in die Rolle von Zauberlehrlingen schlüpften und unter dem Motto „Nicht nachdenken“ magische Momente erlebten. Denn der Chef von Lufthansa Airplus für Deutschland und Mitteleuropa, Volker Huber aus Achern, ist auch ein gelernter Magier und verzauberte zu seinem Abiturjubiläum (1986) die Altsasbacher nach allen Regeln der „Ars magica“. Es war fantastisch, was sich vor den Augen der völlig verdutzten Gäste und Co-Zauberer abspielte. Einen eben geschriebenen Spickzettel schnitt Volker Huber kurz danach aus einem Apfel und Lutz Großmann rätselt sicher noch lange, weshalb sich vor ihm Eier in Luft auflösten und er blitzschnell zwei Melonen in Händen hielt.
Echter Lendergeist offenbarte sich auch beim Auftritt des Sinfonieorchesters, das mit der Hebriden-Ouvertüre von Mendelssohn-Bartholdy und einem famosen Konzert erfreute. Die Altsasbacher Johannes Braun, Michael Fehrenbach und Matthias Keller hatten die Idee für das Ehemaligen-Orchester, im April 2011 startete über Telefon und E-Mail die Formierung und nun erlebte dieses eine glänzende Premiere, die hoffentlich die Ouvertüre für ein neues Altsasbacher-Projekt war. Denn nach der 1. Sinfonie von Beethoven war die Begeisterung der Gästen riesengroß und der Vorsitzende Bernd Siefermann bedankte sich herzlich bei den 45 Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von Johannes Braun. Dass Alt- und Jungsasbacher „glücklich sein können“, zeigte Bernd Siefermann am personellen und finanziellen Engagement auf. Denn 2011 wurden aus Mitteln des Vereins mit über 6.100 Mitgliedern und der Stiftung 130.000 Euro bereitgestellt, um im Sinne von Franz Xaver Lender das Schulleben zu fördern und zu bereichern. Der Vorsitzende bedankte sich bei Geschäftsführer Gerd Sarcher, der „viel Herzblut“ in die Verbindung von Alt- und Jungsasbachern investiere. Ein Dank für das gute Miteinander galt den Schulleitern Lutz Großmann und Petra Dollhofer sowie den Lehrern und Mitarbeitern, viel zu verdanken habe man dem langjährigen Vorsitzenden und Jubilar Bernhard Friedmann (Abitur 1951).
„Die Heimschule und das Seminar Sankt Pirmin haben großen Nutzen von den Altsasbachern“, so Lutz Großmann, der sich für die „tiefe Verbundenheit“ der Ehemaligen mit ihrer Schule und die wertvolle Unterstützung bedankte. Was die Altsasbacher auszeichne sei nicht nur das „Band der Erinnerung“ an die Schulzeit, sondern die Dankbarkeit für die erfahrene Prägung und das „gemeinsame Wertegerüst“, das Jung- und Altsasbacher verbinde. „Ich versichere, dass wir die Schule in dem Geist weiter entwickeln, von dem sie noch immer angesteckt sind und der uns verbindet“. Denn Bildung aus dem Geist Lenders und des Glaubens seien ein guter  Rettungsschirm, der die Schüler schütze und ihnen den Weg für Leben weise. Wenn sie dann im Dienst für die Menschen und die Gesellschaft andere unter ihren „Schirm“ nehmen, dann gehe die Saat Lenders auf. Der Leiter von LenderTV, Oliver Häußler, stellte das Schulfernsehen vor und warb für eine Bildungspartnerschaft mit diesem wichtigen schulischen Bestandteil, während Herbert Bolze sich dankbar erinnerte, wie er 1956 nach der Flucht aus der DDR in der Heimschule eine Heimat fand und von Lenders Geist und Wirken bis heute geprägt wurde.
Der fast 100 Jahre alte Pfarrer Kurt Erhart (Abitur 1931) zelebrierte den Festgottesdienst mit, den Rektor Edgar Eisele und Martin Schlick aus Achern mit den Altsasbachern feierte und den die Musikprofilklasse 10 (Dirigent Ulrich Noss) sehr schön und gehaltvoll mitgestalteten. Dekan Martin Schlick ermunterte, das Leitwort Lenders „Am Anfang der Weisheit steht die Ehrfurcht vor Gott“ im Leben zu beherzigen und sich vertrauensvoll Gott zu öffnen, der einen neuen Horizont eröffne. Denn „Wo Gott ist, da ist Zukunft“.



Echter Lendergeist erklang, als das Ehemaligen-Orchester beim Festakt der Vereinigung der Altsasbacher in der Lender-Aula eine glänzende Premiere feierte
Fotos: sp