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Konzert Apéritif Culturel mit vielen Klangfarben

Sasbach(sp). „Das Schöne an der Musik ist ihre Vielfältigkeit“. Was Musiklehrer Ulrich Noss damit meinte, durften die Gäste im vollbesetzten Musiksaal der Heimschule Lender erleben. Denn Musiker, Sänger und Solisten kredenzten einen musikalischen „Apéritif Culturel” mit vielfältigen Klangfarben, die von Auszügen aus Abi-Prüfungsliteratur bis zu Auftritten von Klassenorchester die ganze Bandbreite des Lehrens und Lernens am „Musikgymnasium Lender” eindrucksvoll belegte. Aber auch die vielfältigen Talente von Lenderschülern kamen auf famose Weise zum Klingen, als ein Jazz-Trio mit Laura Volk (Sängerin), Valentin Fuchs (Gitarre) und Rouven Corthum (Bass) einen ganz starken Auftritt hatte. Denn wie die angehende Abiturientin die Jazz-Standards „Moonlight in Vermont“ und „All Of Me“ interpretierte und mit welch einer reifen Stimme sie aufwartete, war ein musikalischer Genuss und unterstrich ihre vielfältigen gesanglichen Qualitäten von jazzig über modern bis klassisch. Typisch Lender war bei dem Trio auch, dass sich Schüler ohne Lehrer formieren, Stücke einstudieren und mit viel Niveau darbieten. 
Findet die Konzertreihe „Apéritif Culturel“ in der Regel an Sonntagvormittagen statt, so markierte der November-Apéritif am letzten Samstag das klingende Finale eines besonderen „Schultages” mit einem schönen Adventsbasar der Unterstufenklassen 5 und 6 und Informationen am Wirtschaftsgymnasium und Seminar „Sankt Pirmin“. Die erfreulich große Besucherzahl war auch im Musiksaal nicht zu übersehen, als der Fachleiter Musik, Norbert Zwick, die Gäste begrüßte und diese auch gleich mit viel Temperament in Richtung Mittel- und Südamerika entführt wurden. Denn die Musikzugklasse 6 b/e unter der Leitung von Stephan Lung sorgte für eine tolle Ouvertüre, als sie das bekannte mexikanische Lied „La Cucaracha“ oder „Un poquito cantas“ aufführten und den „Apéritif Culturel“ mit viel Rhythmik bereicherten. Es versteht sich von selbst, dass der gesangliche Part von den Schülerinnen und Schülern in Spanisch präsentiert wurde und bestens überleitete zu Klangbildern, die Anfang 2012 im fachpraktischen Abitur möglichst perfekt skizziert werden sollen. Denn Magdalena Bottesch (Violine) und Saskia Fröhlich (Klavier) werden ihr Abitur auch in Musik ablegen und gaben bei dem Konzert einen Einblick, was bei einer solchen Prüfung an hoher Qualität erwartet wird. So spielte Magdalena Bottesch den 1. Satz aus dem Adelaide-Konzert D-Dur, das dem Wunderkind Mozart zugschrieben wurde, allerdings in seinem Stil aus einer „jüngeren Feder“ stammt. Wie Magdalena Bottesch virtuos die Violine spielte, so glänzte Saskia Fröhlich mit dem 1. Satz aus der Klaviersonate Nr. 2, op. 14 von Beethoven. Bei den beiden jungen Musikerinnen wurde hörbar, über welch niveauvolles Leistungsvermögen sie verfügen, das beim Abi 2012 sicherlich mit guten Noten belohnt wird. Bis dahin haben die Neuntklässler aus dem Musikprofil der Klassen d/e/g noch etwas Zeit, doch mit ihrer Musiklehrerin Ellen Krämer bereicherten sie den „Apéritif Culturel“ mit adventlich gestimmten Liedern. Denn der Klassenchor hatte vierstimmige Spirituals zum Thema „Licht“ einstudiert und mit dem traditionellen Zulu-Lied „Hamba ni kahle“ aus Afrika einen Wunsch gesungen, der sehr schön in die Adventszeit passte: „Das Licht soll die Nacht erleuchten und Frieden bringen“. Der Klassenchor beeindruckte mit homogenem Klang und guten Solisten, als Spirituals wie „Sunny Light Of Bethlehem“ und „Let My Light Shin Bright“ weihnachtliche Vorfreude aufkommen ließen. Wie schön und vielfältig Musik sein kann, erklang zum Finale in der Formation Klassenorchester mit Gesangssolisten. Denn der Musikzug der Klassen 7 e/g erfreute unter der Leitung von Ulrich Noss mit den Popsongs „Tears In Heaven“ von Eric Clapton und „Here Comes The Sun“ von den Beatles, die beim letzten deutsch-israelischen Musikprojekt die Lieblingstitel der Schüler aus Sasbach und Jerusalem waren.


Ein großes Talent glänzte mit Jazz-Standards - die angehende Abiturientein Laura Volk mit den Musikern v.l. Rouven Corthum und Valentin Fuchs