Altsasbachertag Heimschule Lender
Visionen für einen modernen Altsasabcherverein –
Neue Projekte von jungen Altsasabchern gestartet
Sasbach(sp). Der neue Schulleiter der Heim-schule Lender Lutz Großmann wurde das 6000. Mitglieder der Altsasbacher. Aktuelle und frühere Schüler begegneten sich bei wertvollen Gesprächen über Studium und Beruf, während zwei ehemalige Lenderschüler beim Festakt ihre „Vision eines modernen Altsasbachervereins” darlegten.
„Uns Altsasbacher zieht es immer wieder gerne nach Sasbach”, meinte der Vorsitzende Bernhard Friedmann, als er die Jubilare und besonders Werner Dinger vom Abiturjahrgang 1938 begrüßte. Stellvertretend für die Verstorbenen erinnerte er an Erzbischof Oskar Saier, der in großer Dankbarkeit der Lender verbunden war. In unruhigen Zeiten sei es gut, wenn Menschen „Haltepunkte” in ihrem Leben haben. „Die Heimschule ist so ein Haltepunkt, weil sie viele Schüler entscheidend für das Leben prägte”. Deshalb war es Bernhard Friedmann ein Anliegen, sich bei der Schulleitung und dem Kollegium für die gute Arbeit und die Kooperation mit der Vereinigung zu bedanken. Dass es 158 Neuanmeldungen gab und die Mitgliederzahl auf 6000 stieg, bestätige den Stellenwert der Altsasbacher und deren große Bindung zu „ihrer” Schule. Dies zeigen auch die vielen Aktivitäten und Hilfen der Altsasbacher, wobei der Vorsitzende den Kauf der Glocke zum Jubiläum der Heimkirche und die finanzielle Unterstützung mit 112000 Euro nannte. Sein Dank galt Geschäftsführer Gerd Sarcher sowie der neuen Schulleitung mit Lutz Großmann und Petra Dollhofer für die sehr gute Zusammenarbeit.
Der „Blick für den Nächsten, das gemeinsame Annehmen von Herausforderungen und die Freude am Erfolg” seien Kennzeichen der Heimschule, so Lutz Großmann. Diese Werte würden das Klima in der Schule und bei den Altsasbacher prägen und sichtbar machen, was der „Lendergeist” sei. Diesen brachten auch Lenderschüler zum „Klingen”, als das Streichorchester des Projektes „Schloss Kapfenburg” (Ulrich Noss) das Mozart-Konzert für Klavier und Orchester Nr. 12 aufführte. Die vorzügliche Qualität des Orchesters und das virtuose Spiel von Daniel Reith (Klavier) sorgten für eine besondere Note des Festaktes.
„Die Marke Altsasbacherverein zieht in ganz Deutschland und andere Schulen orientieren sich daran”. So Laura Klaes und Christoph Trübenbach, als sie wertvolle Impulse zu Neuerungen der Vereinigung gaben und diese mit einem Goethe-Zitat unterlegten. „Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel.” Zu Recht dürften die Altsasbacher stolz auf ihre Wurzeln und die Bindung zu ihrer Schule sein, zumal diese mit den vielen Aktivitäten nicht selbstverständlich sei. Um diese Dynamik lebendig zu halten und zu fördern, müsste die Vereinigung jedem Schüler schon während der Schulzeit „Flügel verleihen”. Konkret nannten sie, dass die Vereinigung selbstkritisch ihre Strukturen und Entscheidungsprozesse hinterfragen müsse, um bei den Schülern eine noch höhere Akzeptanz zu finden und deren Mitarbeit zu fördern. „Aktive Mitgliedschaft im Verein muss gewollt und angestrebt, nicht erwartet und erbeten werden”. Weiter soll es eine bessere Vernetzung der Altsasbacher untereinander und mit den Jungsasbachern geben, wenn es etwa um konkrete Hilfen für Studium und Beruf gehe. So wurden mit Hanna Beier vom Vorstand Initiativen wie „Schule und danach” entwickelt, das erstmals mit 50 Ehemaligen startete. Weiter werde die „Altsasbacher Community” als kommunikatives Onlineportal ausgebaut, um eine noch bessere Vernetzung zu erreichen. Gestartet wurde ferner das Projekt „Commoveamus” in Form eines Fonds, durch den von Schülern angestoßene Projekte finanziert werden.
Ein feierlicher Gottesdienst eröffnete den zweiten Festtag, zu dem Rektor Edgar Eisele die Altsasbacher in der Heimkirche begrüßte. Die Predigt hielt Pfarrer Ludwig Hönlinger vom Abiturjahrgang 1963, während Schüler vom Musikprofil der 10. Klasse (Bärbel Anstett) den Gottesdienst mit einer besonderen Meditationsmusik mitgestalteten. Nach dem Erinnerungsfoto erhielten die Jubilare vom Abitur 1948 und 1958 das „Abiturium adamanteum und aureum”.