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Amerikanische Schüler an der Lender

Foto: sp Friends forever – neue Freundschaften entstanden beim Besuch der Lenderschüler in Amerika und beim Gegenbesuch in Sasbach – hier die deutsch-amerikanischen Schüler und Lehrer

Amerikanische Schüler an der Lender
Postkarte Deutschland erwachte zum Leben -
Drei Wochen war die Lender Gastgeberin


Sasbach(sp). „Deutschland zu sehen ist so, als würde eine Postkarte zum Leben erweckt”. So die Aussage einer der amerikanischen Gäste, die drei Wochen zu einem Schüleraustausch in der Heimschule Lender waren und viele gute Eindrücke mit über den „großen Teich” nehmen konnten. „Unsere Schüler nehmen so viel Wichtiges mit nach Hause, was sie in ihrem ganzen Leben nie vergessen werden. Und die hier entstandenen Freundschaften, auch unter den Lehrern, sind das Wertvollste”, so das erfreuliche Fazit von Patrice Dovas-Hudson, der verantwortliche Lehrerin der Rangeview Highschool aus Aurora bei Denver. „Wir leben in einem großen Land und manchmal ist es für uns nicht einfach sich vorzustellen, dass es noch andere Perspektiven gibt, andere Arten zu reden, essen oder zu denken”. Festgestellt wurde vor allem auch von den Schülern, dass in Schwarzwald die Erdbeeren noch nach Erdbeeren und das Brot noch nach Brot schmeckt, und es so viele historische Sehenswürdigkeiten aus einer Zeit gibt, in der es die Vereinigten Staaten noch lange nicht gab.

Im Stil der Late Night-Show von Davild Letterman hatten de Gäste aus Aurora die „Top Ten” des Deutschlandbesuchs aufgelistet, zu denen auch oben aufgeführte Aussagen gehörten. „Das Beeindruckendste in der Schule war für mich, wie die Lehrer in Deutschland zusammenarbeiten, wie wichtig hier Kommunikation ist und welcher gegenseitiger Respekt bei der Arbeit besteht und welche Effizienz daraus entsteht“, so der Begleitlehrer Randy Mills. „Wir haben hier so viele wunderbare Dinge gesehen und ich kann es kaum erwarten in zwei Jahren wieder dabei zu sein”. Über diese Komplimente durften sich die Lenderschüler, deren Familien und die verantwortlichen Lehrer Erika Frey-Schlumberger und Thomas Fischer freuen, die bereits im April dieses Jahres mit 15 Schülerinnen und Schülern im „land der unbegrenzten Möglichkeiten” waren und ebenso herzlich aufgenommen wurden. Neben dem Besuch des Unterrichtes i der Highschool, Ausflügen in die Umgebung von Aurora und Denver standen auch drei Tage in New York auf dem Programm der Amerikafahrer.  Für den Gegenbesuch hatten Erika Frey-Schlumberger und Thomas Fischer ein attraktives Programm vorbereitet, bei dem sich die Gäste beispielsweise an der Friedensbrücke in die Kehl und in der Europastadt Straßburg mit Besuch des Europaparlamentes auch auf den Spuren ihres Präsidenten Obama begaben. Eine bewegende Erfahrung war der Besuch des Konzentrationslagers Struthoff, als sie erstmals so nahe mit einem dunklen Kapitel der deutschen Vergangenheit konfrontiert wurden. Für Besucher aus einem Riesenland wie die USA war es nahezu unglaublich, dass man am „Drei-Länder-Eck” am Bodensee blitzschnell von einem Land in das andere gehen kann. Vor allem die historischen Sehenswürdigkeiten wie Burgen und Schlösser oder die alte Stadt Gengenbach hatten es den Amerikanern angetan. Sie zeigten sich auch darüber überrascht,  dass die Heimschule Lender 1875 gegründet wurde und somit vor der Gründung des Bundesstaates Colorado. Vom Wochenende am Bodensee bis zum Mühlenabend auf dem Deckerhof in Hinterseebach gab es vielfältige Eindrücke und auch die Familien der Lenderschüler sorgten sich mit viel Engagement um ihre jungen Gäste, so dass viele neuen Freundschaften entstanden. Die Schüler aus Aurora besuchten auch den Unterricht und hielten Referate zu verschiedenen Themen, so dass deutsche und amerikanische Schüler auch gemeinsame Lernerfahrungen sammelten. Die Heimschule unterhält seit vielen Jahren zu zwei Highschools in Brighton und Aurora einen Schüleraustausch, jede Schule kommt alle zwei Jahre in den Genuss der „Düfte” Deutschlands.