Origineller Musik-Satz des Pythagoras -
Erfrischender Apéritif mit vielfältigen Klangfarben
Sasbach(sp). Dass sich der „Satz des Pythagoras” von Hypotenuse und rechtwinkligen Dreieck auch in der Musik exakt anwenden lässt, bewiesen Lenderschüler beim Konzert „Apéritif Culturel”. Denn die Erkenntnisse des alten Pythagoras über die berühmte dritte Seite des Dreiecks verdeutlichten die Zehnklässler des Musikprofils (Bärbel Anstett) mit einem kanonartigen Sprechgesang, der mit seinen rhythmischen Effekten und den originellen Texten die Note „sehr gut” erhielt. Auch die ansprechende „Rhythmische Meditation” des Sasbacher Komponisten Herbert Söllner, gespielt auf dem Orffschen Instrumentarium mit Fagottbegleitung, kredenzte mit seinen besonderen Klangfarben und der interessanten Rhythmik ein wunderbares Musikerlebnis der Zehnklässler.
Die Matinee „Apéritif Culturel” in lockerer Atmosphäre und mit Einblicken in den Musikunterricht sorgte für ein kulturelles Glanzlicht im November und demonstrierte eindrucksvoll, wozu Kinder und Jugendliche in der Lage sind. Dies durften zahlreiche Besucher in dem voll besetzen Konzertraum erleben, nachdem der Fachleiter Musik Joachim Rohrer die Gäste begrüßt und diesen ein vielfältiges Klangerlebnis angekündigt hatte. Fr die Ouvertüre mit besonderer Note sorgte ein Klassisches Bläserquintett mit Sätzen aus „La Cheminée du roi René” von Darius Milhaud (1892-1974), bei dem Judith Koschmieder, Dagmar Brenner, Vanessa Ringwald, Daniel Bollinger und Jakob Schindler mit versiertem Spiel aufwarteten und ein Werk mit wunderbarer Tonsprache aufführten.
Mit „Solveigs Lied” aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg präsentierte das Klassenorchester des Musikzuges 6a/b unter der Leitung von Norbert Zwick ein schönes Werk, das die Nachwuchsmusiker mit viel Eifer erarbeiteten und gekonnt darboten. Dass Lenderschüler von ihren Musiklehrern auch in die Geheimnisse von Eigenkompositionen eingeführt werden und tolle Ergebnisse auf die Notenblätter bringen, bewies die Musikzügler 7e/d mit ihrer Lehrerin Dagmar Brenner. Ihrem Stück gaben sie eher scherzhaft den Namen „Depressiv”, denn die erfrischenden Klänge und das kleine Kunstwerk der Schüler sorgten bei den Zuhörern für Freude und Begeisterung. Auch die temperamentvollen Rhythmen und die herrlichen Melodien aus der Oper „Carmen”, dargeboten vom Klassenorchester des Musikprofils 8 (Joachim Rohrer), sorgte bei dem Novemberkonzert für geradezu sonnige Lichtblicke und einen guten Beleg für das hohe musikalische Können der Schüler. Dieses unterstrichen nicht zuletzt die künftigen Abiturienten unter der Leitung von Ulrich Noss, als sie die Zuhörer im Ensemble mit der impressionistischen Tonsprache und der Ganztonleiter des Claude Debussy vertraut machten. Wie die Maler mit den Farben spielten, so tat dies Claude Debussy in seinem Werk „Voile” mit den Klangfarben, die dem „Apéritif Culturel” ein feines Aroma verliehen. Dieses durften die Gäste auch bei den solistischen Auftritten von Kathrin König (Klarinette), Vanessa Ringwald (Klarinette) und Markus Brunner (Trompete) genießen, als die angehenden Abiturienten Kostproben aus der fachpraktischen Abiturprüfung gaben. Die dargebotenen Werke waren technisch anspruchsvoll und die Schüler überzeugten auf hohem Niveau, so dass sie von den Zuhörern mit einer super Note bedacht wurden und zuversichtlich dem Abi 2009 entgegen sehen können.