Vielfältige Klangfarben für die Menschen in Haiti
Sasbach(sp).„Ein Haus ohne Musik ist wie ein Körper ohne Seele." Dieser Gedanke von Don Bosco kam beim Benefizkonzert „Sasbach hilft” zu Gunsten der Salesianer-Projekte in Haiti zum Klingen, als Vereine, Solisten und Ensembles ein niveauvolles und abwechslungsreiches Konzert darboten. Für Don Bosco, Gründer der Salesianer, war die Musik ein wichtiges Element der Freude und des Lobpreises Gottes und dies wurde bei dem wunderbaren Konzert hörbar, das die Heimschule Lender und der Verein für Kultur und Heimatgeschichte mit den Vereinen schnell und geradezu selbstverständlich auf die Beine stellte. Für dieses solidarische Engagement mit den Menschen in Haiti und den Schul- und Entwicklungsprojekten der Salesianer verdienten sich alle Akteure ein großes Kompliment.
„Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen”. Dieses Motto von Don Bosco stand über dem Konzert und der Moderation von Salome Härer und Caroline Keller, die versiert und mit jugendlichem Elan etwas von dem guten Geist des Priesters, Pädagogen und Schulgründers vermittelten. Mit den festlichen Klängen von „Fanfare & Chorus” eröffnete die Trachtenkapelle Sasbach mit Diriegent Gottfried Degen das Konzert, das durch die hohe Qualität des Dargebotenen und die Vielfalt der Ensembles und Solisten ein vortrefflicher Beleg für die sehr gute kulturelle Arbeit in Dorf und Schule war. Dies bestätigte die Trachtenkapelle mit der musikalischen „Meditation” und dem flotten „I will follow him” aus dem Film „Sister Act”, während der Taizé-Chor unter der Leitung von Erika Maier mit neuen geistlichen Liedern und dem Geist der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé mit einer besonderen „Musica Sacra” aufwartete. Die fein gesungenen Lieder wie „Meine Hoffnung, meine Freude” und „Bei Gott bin ich geborgen” brachten schön die „Melodie Gottes” zum Klingen und sorgten für ein musikalisches „Dach über´m Kopf”. Wie vielfältig die Kirchenmusik in Sasbach ist und mit welch guter Qualität sie gepflegt wird, belegte der Kirchenchor mit seinem Dirigenten Josef Steinbach. Im letzten Jahr feierte der Chor sein 100-jähriges Jubiläum und pflegt den reichen Schatz an Kirchenmusik, der in der Heimkirche mit Chören wie „Wirf Dein Anliegen auf den Herrn" aus dem Oratorium „Elias”, „Glaube, Liebe, Träume” und „Lobe den Herrn meine Seele” in guter Harmonie erklang. Einen weiteren geistlichen Akzent setzte der Männerchor des Gesangvereins „Frohsinn” unter der Leitung von Joachim Rohrer, der mit dem wundervollen „Ave Maria” und dem Lobpreis auf Maria ihr Konzert in der Heimkirche „Maria Königin” eröffnete. Somit wurde das „Ave Maria” auch zu einem Geschenk des Männerchores an die Heimkirche, in der die Zuhörer einen gut disponierten Chor mit sauberem Klangbild und Chören wie „Abendsegen” und „Sanctus” erleben durften.
Dass in Sasbach auch ausgezeichnete Gesangssolisten zu Hause sind, sorgte für ein Glanzlicht des Konzertes. Denn mit den ausgebildeten Opernsängern Carl Muth (Bass) und Boris Pohlmann (Tenor) erlebten die Gäste professionelle und famos dargebotene Gesangskunst, die dem Abend eine herausragende Note (Klavier Joachim Rohrer) verlieh. So sang Carl Muth die Arie des Fiesco aus Verdis Oper „Simon Boccanegra”, während Boris Pohlmann mit erlesenen Werken wie „Dann werden die Gerechten leuchten” aus Mendelssohn-Bartholdys „Elias”, „Tröste mich” aus dem Oratorium „Messias” von Händel und „Domine Deus” aus „Petite Messe Solenelle” von Rossini glänzte und allen viel Freude bereitete. Last but not least hatte die Heimschule mit besonderen Ensembles einen großen Auftritt, wobei vor Auftritt des Holzbläserensembles „Trio Arondo” mit Simon Doll (Oboe), Jan-Niklas Doll (Fagott) und Tobias Späth (Klarinette) der künstlerische Höhepunkt des Abends war. Denn das Trio wurde 2008 Bundessieger bei „Jugend musiziert”, die Zwillinge Simon und Jan-Niklas Doll wurden 2009 jeweils im Solo Bundessieger und mit Tobias Späth präsentierten sie mit „Divertimento” von Mozart eine hochkarätige und virtuose Leistung. Das war ein Musikgenuss vom Feinsten, auch das Blechbläserensemble „Mestoso Brass” mit Jonas Huck (Trompete), Marc Zwingelberg (Trompete), Claudio Monteiro (Horn), Stefan Ritter (Posaune) und Stefan Kühndorf (Tuba) beeindruckte bei Vivaldis Konzert D-Dur und Adagio von Samuel Barber mit hoher Spielkultur.