Classe internationale – Heimschule Lender auf Fahrt
Sasbach(HL). Das Projekt „classe verte“ für Schüler und Schülerinnen der Klasse 6 begann mit einer Zugfahrt nach Besançon zu ihren französischen Austauschpartnern, die dort das Collège Notre Dame besuchten. Nach einem schönen Wochenende in den Familien, das ganz im Zeichen der Erkundung der französischen Lebensart stand, fuhren die Deutschen und die Franzosen in den Jura zum Waldlandschulheim. Weit ab von jeglichen Medien entdeckten sie die Landschaft rund um eine einfache Unterkunft mit hervorragender Küche. Wie in Frankreich üblich wird ein solcher Aufenthalt vollständig schulisch organisiert. Nach den Kennenlern- Spielen gab es viele Sportaktivitäten. Besonders interessant war der Besuch eines Biobauernhofes mit vielen neuen Erkenntnissen, aber auch mit praktischer Arbeit wie Melken, Traktor fahren, Streicheln der Tiere oder Füttern. Das Leben eines Biobauern faszinierte alle. Das neue Vokabular wurde mit Leichtigkeit gelernt und behalten. Eine große Wanderung zum „Saut du Doubs“, dem Wasserfall des Doubs, der die Schweiz von Frankreich abgrenzt, bildete den Abschluss des Aufenthaltes. Das Thema "Umgang mit der Natur" wurde bei der Wanderung wieder aufgegriffen, da der Doubs zum ersten Mal kaum Wasser führte, nur die halbe Strecke der sonst üblichen war überhaupt schiffbar. Die Auswirkungen des Wassermangels warfen viele Fragen auf und führte zu einigen Diskussionen. Auf der Rückfahrt nach Besançon unterhielt man sich nochmals über das tolle Programm - über das Abendprogramm zum Motto Casino oder über das Singen ums Lagerfeuer. Eine Besichtigung Besançons mit Stadtralley und der Festung Vaubans, einem Teil des Weltkulturerbes, schloss sich an. Am folgenden Tag erlebten die Schüler das französische Schulsystem hautnah. Schon zuvor wurde bemerkt, dass die Franzosen nach dem Unterricht, den sie um 16.30 Uhr verlassen, noch eine Menge Hausaufgaben zu bewältigen haben. Die klaren Ansagen und die strengen Abläufe außerhalb und während des Unterrichtes wurden bemerkt und mit Aussagen wie „Vive la Lender“ kommentiert.