Antrittsbesuch der neuen Schulleitung
Sasbach(sp). „Wir sind für Kooperation und Dialog mit der Gemeinde und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit”. Dies betonte der neue Schulleiter der Heimschule Lender, Lutz Großmann auch im Sinne seiner Stellvertreterin Petra Dollhofer, als sich das neue Leitungsteam am ersten Schultag den Gemeinderäten vorstellte. Dieses Angebot nahmen die Bürgervertreter in ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause gerne entgegen und Bürgermeister Wolfgang Reinholz wertete den Antrittsbesuch auf Initiative der Schulleitung als ein „schönes Signal”, den Weg der guten und konstruktiven Kooperation fortzusetzen.
„Der Berliner fühlt sich in Sasbach sehr wohl”, meinte Lutz Großmann, als er seinen persönlichen Werdegang darlegte und seiner neuen Heimat des Wohnens und Arbeitens ein schönes Kompliment machte. Die Heimschule Lender könne sich mit städtischen Schulen messen, meinte der Schulleiter, der neben der Größe der Schule besonders deren vielfältiges und niveauvolles kulturelle Angebot sowie deren internationale Aktivitäten heraus stellte. Wichtig war ihm, dass die „Verzahnung” von Schule und Gemeinde Sasbach weiterhin deutlich und noch weiter ausgebaut werde. Hierbei nannte Lutz Großmann, dass das „kulturelle Profil” der Schule noch mehr von der Gemeinde genutzt und dafür auch geworben werde. Denn was die Heimschule gerade durch Musik und Theater leiste, stelle auch eine „große Bereicherung” für die Gemeinde und deren Bürger dar. Erwähnt wurde ferner die Zusammenarbeit im Bereich des neuen Baugebietes „Am Kältebächel” der Erzdiözese Freiburg und das Bemühen von Gemeinde und Schule, für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu sorgen. „Ich hoffe, dass der Kreisel nicht auf dem Schulgelände gebaut wird”. Sorge bereite ihm die Zufahrtswege zur Heimschule Lender für Radfahrer, wo es vor allem aus Richtung Ottersweier Lösungen geben müsse, so der Schulleiter. Weiter bedankte sich Lutz Großmann für den konstruktiven Dialog in der Runde der Sasbacher Schulleiter, in der Schulen und Gemeinde sehr gut über gemeinsame Themen sprechen können. Das Problem des Vandalismus auf dem Schulcampus habe sich derzeit zwar „etwas beruhigt”, dessen ungeachtet müsse man sich weiterhin mit dieser Thematik befassen. Es sei aber im Interesse der Schule, dass das Gelände mit den Sportanlagen offen bleibe und von der Sasbacher genutzt werden können. Aufgrund der Größe der Schule mit nahezu 1800 Schülern und der Vielfalt an Veranstaltungen stoße die Heimschule Lender immer mehr an räumliche Grenzen im Blick auf einen großen Veranstaltungsraum. Von daher gab Lutz Großmann zu bedenken, ob Gemeinde und Schule nicht über einen gemeinsamen Veranstaltungsraum nachdenken sollen.
„Wir bleiben in Kontakt und die Themen sind bekannt”, betonte Bürgermeister Wolfgang Reinholz, nachdem sich auch Petra Dollhofer aus Ottersweier vorgestellt hatte. Erfreut nahmen die Gemeinderäte zur Kenntnis, dass Petra Dollhofer auch Französisch-Lehrerin ist und der Gemeinde in dieser Eigenschaft vielleicht auch behilflich sein kann. Dass ihr Kollege Lutz Großmann bereits die Partnergemeinde Marmoutier besuchte, belege das Interesse an der Jumelage, so die stellvertretende Schulleiterin.