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Presseberichte: Englisch

Herz schlägt für Irland und den Fußball
Nora Casey arbeitet zurzeit als Comenius-Sprachassistentin an der Heimschule Lender


Sasbach (red). Sie spielt Fußball, unterrichtet Englisch und möchte einmal Lehrerin werden. Die Rede ist von Nora Casey, die an der Heimschule Lender als Comenius-Sprachassistentin arbeitet und aus einem kleinen und abgelegenen Örtchen in Irland namens Nenagh stammt. Der Ort ist so klein, dass man ihn auf keiner Karte findet, denn Nenagh ist 15 km von der nächsten Stadt und 1 km vom nächsten Haus entfernt.
Nora hilft nicht nur im Englischunterricht (teilweise unterrichtet sie auch selbst stundenweise in allen Klassenstufen), sondern sie leitet auch freiwillig eine Mädchen-Fußball-AG. Es macht ihr richtig Spaß mit den Mädels. Sie spielt auch in ihrer Heimat gerne Fußball und ist ein riesiger Fan von Manchester United.
Es ist nicht der erste Aufenthalt in Deutschland für Nora. Schon während ihres Studiums war sie einmal hier. Nachdem sie dieses abgeschlossen hatte, bewarb sie sich bei Comenius und hatte Glück. Es ging dann alles sehr schnell: Sie musste am 12. September ihren Magister abgeben und am 19. September saß sie schon im Flieger nach Deutschland. Ihr erster Eindruck war noch nicht überwältigend: Sie hatte sich eine etwas größere Stadt vorgestellt und bekam auf ihre erste Frage "Gibt es in Sasbach eine Disko?" als Reaktion nur ein freundliches Lachen zurück.
Danach hat sie sich aber schnell eingelebt und fühlt sich jetzt so wohl hier, dass sie über die vereinbarten sieben Monate hinaus noch länger hier bleiben und erst am Schuljahresende wieder nach Hause zurückfahren möchte. Sie hat sich mit einigen Kollegen an der Schule, aber auch mit anderen Comenius-Assistenten gut angefreundet. Durch sie habe sie sogar die interessanten Flecken des Landes kennen gelernt. Sie gehen oft zusammen ins Kino oder nach Freiburg tanzen. Sie war sogar schon auf der SWR3 Party in Baden- Baden.
Nora ist Patriotin und insgesamt ist Irland das Land, wo sie ihr Leben verbringen will. Auch ihre Familie ist ihr sehr wichtig, deshalb freut sie sich besonders, dass ihr Daddy sie in Deutschland besuchen kommt. Die Gastfreundlichkeit sei in Deutschland nicht ganz so stark ausgeprägt wie in Irland. Aber dafür seien die Deutschen ehrlicher. Was ganz klar für Deutschland spricht, so sagt sie, ist der Schnee. Sie hätten in Irland seit gut 10 Jahren keinen mehr gehabt.
Auf die Frage, ob die Iren wirklich so trinkfest seien, wie immer behauptet wird, muss sie lachen: Insgesamt werde ihr Land diesem Ruf in jeder Hinsicht gerecht. Auf sie selbst treffe es aber nicht zu: Denn sie sei schon früh geprägt worden: Immer wenn sie früher krank war, musste sie einen Brandy trinken, denn ihr Vater meinte, das helfe. Jetzt trinke sie generell nicht viel Alkohol, auch kein Guinness, obwohl das das irische Nationalgetränk ist.
Sie möchte später Lehrerin werden und hat hier schon einen guten Einblick in den Beruf bekommen. Sie war in 13 verschiedenen Klassen und hat auch Unterricht geplant, vorbereitet und gehalten. Sie kann sich durchaus vorstellen, diesen Beruf später zu ergreifen, obwohl das mit sehr viel Stress verbunden ist.
Als überzeugte Irin wirbt sie natürlich für ihr Land. Es sei schön, allerdings auch teuer. Irland hat neben vielen verschiedenen liebenswerten Facetten auch noch eine interessante Sprache. Hier eine kleine Kostprobe: "Ta na ndaoine go an- deas sä Gearmain" heißt übersetzt: "Die Menschen sind sehr nett in Deutschland."