Home » Aktuelles » Schule: Juniorfirma gegründet (ABB 20.10.2006)

Juniorfirma „El Mundo” in der Heimschule Lender gegründet

Fair gehandelte Waren und Forum für die „Eine Welt”
Unternehmen ist offiziell eingetragen

Sasbach(sp). Die Juniorfirma „El Mundo” der Heimschule Lender ist gegründet und der Weltladen eröffnet, so dass das Geschäft mit fair gehandelten Waren beginnen kann. Das Juniorunternehmen will aber auch ein Forum rund um das Thema „Eine Welt” sein, das in den Unterricht in der Heimschule, im Wirtschaftsgymnasium und im Seminar St. Pirmin einfließen soll. Eingerichtet wurdet der Weltladen nach einer Neugestaltung durch die Jungunternehmer im ehemaligen Internatsgebäude gegenüber der Cafeteria, die Öffnungszeiten sind mittwochs von 10.10 bis 10.30 Uhr sowie von 16.15 bis 18 Uhr, ebenso donnerstags von 13 bis 15 Uhr.
Dass zur Eröffnung dieses besonderen Unternehmens auch der ehemalige Pirminer Pfarrer Wilfried Woitschek aus Churin in Peru anwesend war, freute die jungen Unternehmer. Zumal bei dem Altsasbacher schon einige Lenderschüler ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvierten und die Heimschule mit ihrer „Sternsingeraktion” der Fachschaft Religion und Spenden aus Konzerten der Fachschaft Musik seit rund 15 Jahren die Arbeit von Padre Wilfredo in Peru unterstützt.
Hinter dem Weltladen „El Mundo” steht der eingetragene Verein „Juniorfirma der Heimschule Lender e.V.”, den 21 Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung der Leiterin des Wirtschaftsgymnasiums Manuela Schweer und des Fachlehrers Wolfram Brendel aus der Taufe hoben. Ein wichtiger „Gründungsvater” war auch die Aktion „Samenkorn” vom Seminar St. Pirmin, die seit gut 20 Jahren besteht und deren Waren und Erfahrungen als Startkapital mit in die Firmengründung eingeflossen sind. Die 21 Jungunternehmer sind Schüler aus dem Gymnasium, dem Wirtschaftsgymnasium und dem Seminar St. Pirmin, die nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ihr Unternehmen führen und dabei versuchen, möglichst viele der fair gehandelten Waren am Markt zu platzieren. Die erwarteten Gewinne sollen sowohl in das Unternehmen als auch in Entwicklungsprojekte wie etwa das von Padre Wilfredo in Peru einfließen.
Unter „fair gehandelten Gütern” versteht man, dass Güter aus Entwicklungs- und Schwellenländern, zu fairen Preisen gekauft und verkauft werden. Die Bauern und Handwerker, die ihre Güter über „Fair-Trade-Unternehmen” verkaufen, erhalten ohne viele Zwischenhändler einen gerechten Preis für ihre Waren. Diese bezieht der Weltladen „El Mundo” über Organisationen wie die „GEPA”, die Artikel wie Kaffee, Kakao und Tee, Süßes, Taschen und anderes mehr liefern. Wichtig ist den Jungunternehmern, dass sie ihren Kunden auch viele Informationen über Themen wie Gerechtigkeit und Menschenwürde in der „Einen Welt” über die Ladentheke reichen und sie motivieren, durch den Kauf der Waren einen kleinen Beitrag für Gerechtigkeit und die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen in armen Ländern zu leisten. Da der Weltladen „El Mundo” als ein offizielles Unternehmen firmiert, lernen die Schüler die Mechanismen des globalen Marktes kennen und erfahren so eine praktische Kaufmannsbildung.