Home » Aktuelles » Presseberichte 08/09 » Jugendprojekt: "Eine Welt von Freunden"

Jugendprojekt: "Eine Welt von Freunden"

Fotos:sp

15. Internationales Jugendprojekt in Alytus/Litauen
Der Imperator vom „Lake Mummelsee“ in Litauen
Überwältigende Gastfreundschaft in Alytus


Sasbach/Alytus(sp). Brot und Salz begrüßten die Jugendlichen aus Alytus/Litauen landestypisch die Teilnehmer des Internationalen Jugendprojektes, „Eine Welt von Freunden“. Die Pflanzung von weißen Rosen war eine Referenz an die Stadt mit der weißen Rose im Wappen, während die Jugendlichen aus acht west- und mitteleuropäischen Gemeinden noch bis Ende dieser Woche eine unbeschreibliche Herzlichkeit und Gastlichkeit genießen dürfen. Vor allem für die Teilnehmer aus Sasbach und Sasbachwalden war die Neugier auf dieses unbekannte Land groß´und die Jugendlichen wussten nicht was sie erwartet. Doch selbst die schönsten Hoffnungen und Wünsche wurden um ein vielfaches übertroffen in einer Stadt, die für die grenzenlose Begegnungen den roten Teppich ausrollte. Nach einem Tag fühlte ich mich hier wie zu Hause“, so Salome Härer, deren schönes Kompliment die Erfahrungen aller bestens beschreibt.
Die Kontakte zwischen Alytus und Sasbach kamen über die Heimschule Lender und deren Partnerschaft mit dem polnischen Gymnasium in Ozimek zustande, das wiederum eine Freundschaft nach Alytus pflegt. So hat das Jugendprojekt seit 1995 die europäische Vereinigung vollzogen und bisher durften über 1000 junge Teilnehmer in Begegnungen von Mensch zu Mensch erleben wie unkompliziert, schön und real Europa sein kann. „Bei Erwachsenen ist Europa fast kein Thema aber, uns Jugendlichen bietet Europa Perspektiven für eine bessere Zukunft“, so Katarzyna Rzepka aus Ozimek. „In unserer Schule kann man Europa an neuen Computern und an der Arbeitsgemeinschaft „Europa-Club“ oder in der Stadt an einem neuen Sportplatz und neuen Straßen sehen“. Zum Leitungsteam in Alytus gehört Vytautas Urbonas,  der die deutsche Sprache allein über der Fernsehen und deutsche Sendungen lernte, auch Englisch und Französisch spricht, total offen für Europa ist und klare Vorstellungen für seine Zukunft in Europa hat: „Der Beste Weg ist für mich, mein eigenen Arbeitgeber zu sein.“ Eine wichtige Erfahrung machen die Jugendlichen in der der Kommunikation, denn ohne gute Englisch-Kenntnisse läuft bei einer solchen Begegnung nichts und sprachliche Kompetenz ist für das neue Europa unerlässlich.
Im Mittelpunkt des Jugendprojektes steht das Thema europäische Märchen und jede Gruppe hatte im Vorfeld die Aufgabe, ein landestypisches Märchen vorzubereiten und bei einem Open-Air-Theater in englischer Sprache aufzuführen. Die Jugendlichen aus Sasbach und Sasbachwalden entschieden sich für jene Sage vom Mummelsee, bei der sich ein Mädchen in einen jungen, aber armen Bauern verliebte. Doch das Geld war knapp und ein reicher Bauer versuchte das Liebesglück zu  verhindern, indem er sein ausgeliehenes Geld zurück forderte und dem Jungbauern eine etwas  ältere, leicht verschrobene Dame andrehen wollte. Nun konnte nur noch der „Imperator of Lake Mummelsee“ helfen, der sich mit Termoplenanzug und Dreizack aus einem Plantschbecken erhob,  dem jungen „Maidle“ einen Scheck überreichte und dem Liebespaar aus allen Nöten half. Nach einigen Jahren kam das Mädchen in Schwarzwälder Tracht und mit reinem Herzen zurück an den See, um dem „Ghost of Mummelsee“ das Geld dankbar zurückzugeben. Doch der lehnte es ab, das junge Glück war vor wechselnder Hornisgrindekulisse perfekt und die Nixen tanzten zum Jubel der internationalen Freunde im frohen Reigen um den See. Köstlich war auch das Spiel der Jugendlichen aus der Partnergemeinde Marmoutier, die den Elsässer Storch mit nach Litauen nahmen und humorvoll demonstrierten, wie der „Klapperstorch“ die kleinen „Bobbele“ bringt. Die Tschechen spielten das Märchen von Hänsel und Gretel“, die Polen präsentierten ihre Version von „Dornröschen“ und wenn am kommenden Wochenende die Delegationen der Bürgermeister anreisen, werden alle Jugendliche zum Finale „Orpheus und Eurydike“ in Szene setzen.

Erstmals ist Alytus Ausrichter des Jugendprojektes
Seit 15 Jahren Bausteine für Haus Europa

Sasbach/Alytus (sp). Die Stadt an der Memel ist Ausrichter des 15. Internationalen Jugendprojektes, das die Gemeinde Sasbach vor 15. Jahren initiierte und das seither viele Bausteine für das neue Europa beisteuerte. Erstmals ist nun eine Stadt der neuen Länder Europas Gastgeber der „Welt von Freunden“ und Alytus mit den Verantwortlichen um Loreta Kavaliauskaité und den Jugendrat präsentiert sich als ein Gastgeber, der jung, modern und voller Temperament ist. Die Stadt ist vor allem auch europäisch und weltoffen, denn vor dem Rathaus zeigen 12 Wegweiser zu den offiziellen Partnerstädten in Ländern von Lettland über Schweden bis nach Argentinien.
Zurzeit treffen sich in Alytus  Jugendliche aus den französischen Partnergemeinde von Sasbachwalden (Villié-Morgon) und Sasbach (Marmoutier), aus den Partnergymnasien der Heimschule Lender Ozimek (Polen), Rymarov (Tschechien) und Landgraaf (Niederlande) sowie aus Sasbachwalden und Sasbach. Für die deutsche Gruppe unter der Leitung von Sebastian Dollhofer, Björn Siller und Roland Spether war bereits die Anreise international, denn von Sasbach aus fuhren auch die Teilnehmer aus Villié-Morgon und Marmoutier mit und in Ozimek stiegen die polnischen und tschechichen Jugendlichen zu. Eine solche internationale Reisegesellschaft war auch für die Busfahrer Franz Graf und Kurt Fäth eine Besonderheit, die den langen Weg auf Rädern perfekt meisterten und sich wie alle anderen nicht satt sehen konnten an der herrlichen Natur so weit das Auge reicht.


Finale

Finale Internationales Jugendprojekt in Alytus/Litauen
3680 Kilometer für Europa unterwegs -
Bürgermeister zu internationaler Konferenz in Litauen


Sasbach/Sasbachwalden/Alytus(sp). Die Europafahne des internationalen Jugendprojektes weht 2010 erstmals in Rymarov in Tschechien. Die Bürgermeisterin von Alytus/Litauen Nicole Makstutiene, Gastgeber des 15. Projektes, überreichte das Symbol an Bürgermeister Petr Klouda, während 80 Jugendliche aus acht west- und mitteleuropäischen Gemeinden mit einem grenzenlosen Fest ein außergewöhnliches Jugendprojekt „Eine Welt von Freunden”  mit einigen Premieren krönten. Denn erstmals war die 70000 Einwohner große Stadt an der Memel Ausrichter des Projektes in einem Land, das in diesem Jahr sein 1000-jähriges Jubiläum feiert und sich als glänzender Gastgeber präsentierte. Ferner gab es eine wundervolle Uraufführung der Jugendprojekt-Hymne, die der italienische Maestro Donato Semerano für das Projekt 2007 in Mapello/Italien für Sinfonische Blasorchester komponierte und die nun von den Veranstaltern in Alytus mit einem Liedtext in englischer und litauischer Sprache unterlegt wurde. Last but not least beinhaltete das Projektthema erstmals europäische Sagen und Märchen, die die Jugendlichen in ihren Heimatgemeinden vorbereiteten und in Alytus aufführten. Die Teilnehmer aus Sasbach und Sasbachwalden entschieden sich für eine Sage über die Nixen und den Mummelsee-Geist, die sie in „Saschwaller Tracht” und mit originellen „Running-Gags” würzten. Mit der Badischen Fahne und dem „Hoch Badnerland” spazierten die Jugendlichen beim großen Finale singend in das Theater von Alythus, wo sie für ihre Schwarzwälder Tänze stehende Ovationen erhielten. Mitglieder der Trachten- und Volkstanzgruppe Sasbachwalden hatten die Jugendlichen in mehreren Tanzstunden auf diesen für sie ungewohnten Auftritt fern der Heimat vorbereitete, mit dem sie ihre Gemeinden Sasbach und Sasbachwalden beim internationalen Feste sehr gut repräsentierten. Aber auch alle anderen Gemeinden präsentierten sich in Trachten und mit Liedern und Tänzen aus ihren Heimatländern, bevor zum krönenden Abschluss ein Open-Air-Theater der besonderen Art das Jugendprojekt beendete. Viele Stunden waren erforderlich, um unter professioneller Anleitung eines Theater-Regisseurs und mitten in der Stadt Alytus Szenen aus „Orpheus und Eurydike” aufzuführen. Die Hauptrollen durften Denise Kluge und Philipp Wegener von der deutschen Gruppe spielen und es war beeindruckend, wie das internationale Ensemble dieses antike Liebes-Tragödie rund um „The Kingdom of Hades” (Unterwelt Hades) inszenierten. Als dann leuchtende Ballons in den Farben Litauens in den Abendhimmel stiegen und erstmals die Jugendprojekt-Hymne mit Gesang aufgeführt wurde, durften alle spüren, dass während der Woche in Alytus eine Welt von Freunden entstand und alle grenzenlose Erfahrungen eines neuen und jungen Opa mit nach Hause nehmen durften. „Europa ist für mich ein Kontinent voller Freunde und offener Türen”, meinte Mia Oehler von der Heimschule Lender bei der Heimfahrt. Und die Lenderschülerin Valeria Abs ergänzte: „Europa bedeutet für mich Freundschaft und dass sich die Menschen so gut verstehen, wie wir Jugendliche in Alytus”. „Wir Jugendliche sind die Zukunft Europas”, erklärte Maxime Messmer aus Marmoutier, der bereits viermal an dem Internationalen Jugendprojekt teilnahm und als fröhlichster Teilnehmer ausgezeichnet wurde. Unter der Leitung von Sebastian Dollhofer, Björn Siller und Roland Spether und mit den Busfahrern Franz Graf und Kurt Fäth legten die deutschen Teilnehmer 3860 Kilometer für Europa zurück, durchquerten Deutschland, Polen und Litauen ohne Grenzen und erlebten, wie Menschen aus bislang fremden Ländern sich in großer Offenheit und Gastfreundschaft die Hände reichten, miteinander kreativ arbeiteten und feierten.

Gründung eines internationalen Fördervereins – Bürgermeister in Alytus
Sasbach/Sasbachwalden/Alytus(sp). Die Zukunft des Internationalen Jugendprojektes „Ein Welt von Freunden – „A world of friends“ soll durch die Gründung eine internationalen Fördervereins gesichert werden, dessen Ziel die ideale und finanzielle Unterstützung dieses europäischen Projektes ist.  Darüber diskutierten die Delegationen der Bürgermeister und Vertreter der Freundeskreise aus den beteiligten Gemeinden Sasbach, Sasbachwalden, Villié-Morgon und Marmoutier (Frankreich), Ozimek (Polen), Rymarov (Tschechien) und Landgraaf (Niederlande), als sie zum Finale des Jugendprojektes nach Alytus reisten und im Anschluss eine internationale Konferenz abhielten. Die Gemeinde Sasbachwalden und deren Freundeskreis waren durch Bürgermeister Valentin Doll und Franz Klein vertreten. Aus Sasbach reisten der bisherige Stellvertretende Bürgermeister Romeo Sauer und der scheidende Ortsvorsteher Albert Doll an, die von Beginn an das Jugendprojekt begleiteten und unterstützen. In Alytus gab es ein Wiedersehen mit den Freunden aus den Partnergemeinden, die  Bürgermeisterin Nicole Makstutiene und die Auslandsbeauftragte Loreta Kavaliauskaité empfingen und diesen in einem gesonderten Programm die Schönheiten der Stadt Alytus und Litauens zeigten. Ein Tagesordnungspunkt der Konferenz beinhaltete die Gründung eines Fördervereins, was von allen Delegierten befürwortet wurde. Nun geht die Satzung zur Prüfung in die einzelnen Gemeinden und dann soll möglichst bald der Förderverein gegründet werden. Für die Präsidentschaft ist der bisherige Bürgermeister von Landgraaf, Bert Janssen, vorgeschlagen, Geschäftsführender Vorsitzender soll der ehemalige Sasbacher Bürgermeister Ewald Panther werden. Beide erklärten ihre Bereitschaft, diese Ämter wahrzunehmen und sie sind dazu geradezu prädestiniert, zumal sie das Jugendprojekt von Anfang an kennen und zu den „Gründervätern” gehören. Der Sitz des Vereins soll Sasbach sein, da hier auch das Konzept für das Jugendprojekt entwickelt wurde und 1995 die Premiere stattfand. Bei der Konferenz stellte die Delegation aus Rymarov das Jugendprojekt 2010 vor, bei dem es um die Thematik Schutz der Natur, Anbau von Lebensmitteln, Ökologie und natürliche Lebensmittel in Europa geht. Angedacht wurde auch, das Projekt 2011 in der Sasbacher Partnergemeinde Marmoutier abzuhalten und sich hierbei dem Thema der deutsch-französischen Begegnung im Eurodistrikt zwischen Marmoutier (Elsaß) und Sasbach (Ortenau) zu widmen.