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Landessieg für die Schulsanitäter der Heimschule Lender

Foto: sp

Ludwig Prinz von Baden überreichte den Preis

Sasbach(sp). Dass die Sanitäter der Heimschule Lender die Besten im Land Baden-Württemberg sind, wurde ihnen beim Erste-Hilfe-Wettbewerb für fortgeschrittene Schulsanitätsdienstsgruppen von einer ganz besonderen Persönlichkeit bestätigt. Denn der DRK-Ehrenpräsident Ludwig Prinz von Baden überreichte den Lender-Sanis den Wanderpokal, den er 1996 stiftete und der erstmals in seine badische Heimat ging. Umso erfreuter nahmen Denise Kratzer, Marc Serrer, Frederic Jungbauer, Joachim Sester, Dominik Krabbe und deren Einsatzleiter Mathias Michaelis den schweren Pokal in Empfang, der mit den Urkunden ein Beleg für die sehr gute Ausbildung der Schulsanitäter an der Heimschule Lender ist.

Das Gymnasium in Überlingen war Austragungsort des Landeswettbewerbs unter dem Motto „Wir können helfen”, an dem 15 Gruppen mit 140 Schulsanitätern teilnahmen. Das Kultusministerium war durch Corinna Ehlert vertreten, die für die Bereiche Schulpsychologie, Sucht- und Gewaltprävention zuständig ist. Die Gruppen aus dem „Ländle” mussten ihr Wissen und Können bei Einzel-, Gruppen- und Theorieaufgaben unter Beweis stellen. Bei der Gruppenaufgabe sahen sich die Teams in Notfallsituationen mit Verletzten konfrontiert, wie sie auch im Schulalltag vorkommen können. Bei den Einzelaufgaben waren die Anforderungen noch eine Stufe höher, denn hier mussten die Sanitäter selbstständig mit schwierigen Situationen klar kommen. Die „Verletzen” miemten realitätsnah das Unfallgeschehen, wobei die Jugendlichen von Schürfwunden bis zum  Verdacht auf Schädelbasisbruch komplizierte Verletzungen fachgerecht „verarzten” mussten. Die Theorie umfasste 19 Fragen im Bereich der Ersten Hilfe sowie über die Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers. An den Fortbildungsstationen befassten sich die Gruppen mit den Themen Katastrophenhilfe und Defibrillator, bei denen Referenten interessante Einblicke wie in das mobile Krankenhaus gaben, das im Erdbebengebiet Haiti eingesetzt wird, aus Zelten besteht und alle Fachabteilungen eines Kreiskrankenhauses beinhaltet. Die Konzeption dieses Krankenhauses wurde in Baden-Württemberg entwickelt. Eine weitere Station befasste sich mit Blut und Blutspende, da 2010 eine Aktionswoche und Kooperation zwischen dem Jugendrotkreuz und dem Blutspendedienst unter dem Motto „Blut und Jung” stattfindet.

Ein wesentlicher Erfolgsgarant der Lender-Sanis liegt in der guten Ausbildung und Betreuung durch den Schüler des Seminars „Sankt Pirmin” Mathias Michaelis, der Gesundheits- und Krankenpfleger ist und ehrenamtlich im DRK und im Rettungsdienst (Rettungsassistent) mitarbeitet. Erste Hilfe Kurse finden auch in Kooperation mit den Ausbildern der DRK-Bereitschaft Sasbach statt. Wichtig für die Ausbildung und die tägliche Arbeit der Schulsanitäter ist der von der Vereinigung der Altsasbacher gespendete Notfall-Rucksack, der Materialien zur Überwachung und Kontrolle der Vitalzeichen, Beatmungsbeutel mit Zubehör, Arm- und Beinschienen sowie Verbandsmaterial. Hinzu kommt, dass alle AG-Mitglieder aufgrund ihrer Ausbildung die neue Notfallausrüstung benutzen können. Allein 2009 klingelte das Handy der Sanitäter 576 Mal, um bei Schülern Erste Hilfe  bei Bauchweh, Übelkeit, Sport- und Freizeitverletzungen bis zu lebensbedrohlicher Atemnot zu leisten. Die Lender-Sanis treffen sich einmal pro Woche für zwei Schulstunden zur Fortbildung und Vertiefung ihrer Kenntnisse in Theorie und Praxis, ein hoher Stellenwert hat auch die Einsatznachbesprechung und der Erfahrungsaustausch. Die Schulsanitäter kontrollieren die Verbandskästen in den Fachräumen und sie sind mit dem Notfall-Rucksack schnell zur Stelle, wenn Hilfe notwendig ist.