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Schüleraustausch Sasbach-Ozimek

Live aus Ozimek in Polen
18 . Schüleraustausch Heimschule Lender und Ozimek
25 Jahre deutsch-polnische Partnerschaft  

Sasbach/Ozimek(sp). „Ich war mit Sicherheit nicht zum letzen Mal in Polen“. Mit dieser Feststellung machte Franziska Rösch von der Heimschule Lender den Gastgebern vom Partnergymnasium in Ozimek ein tolles Kompliment, aber auch alle anderen Neulinge unter den Polenfahrern 2009 sind hell begeistern von der herzlichen Gastfreundschaft, von dem schönen Land und den vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten zwischen Krakau und Breslau. Bis zum kommenden Sonntag dürfen die 31 Lenderschüler mit ihren Begleitern Roland of Poland, Björn Siller und dem stellvertretenden Obersasbacher Ortsvorsteher und Busfahrer Franz Graf  ein Leben wie in den eigenen Familien genießen und wundervolle Tage in Schlesien erleben. Ein Wiedersehen gibt es Anfang Mai in Achern, wenn die Pfarrei Unserer Lieben Frau und die Heimschule Lender 25 Jahre deutsch-polnische Partnerschaft feiern und neben den Schülern auch Erwachsene aus der Pfarrei und der Gemeinde Ozmek ins Badische kommen. Am Samstag,09.Mai ist um 19 Uhr im Josefshaus ein Abend der Begegnung, am Sonntag, 10. Mai 10.30 Uhr in der Pfarrkirche ein Dankgottesdienst.
„Einmal Polen, immer Polen“ lautet das Motto von fünf Zehntklässler, die zum zweiten Mal am Schüleraustausch teilnehmen und bereits für die 19. Begegnung im Jahr 2010 gebucht haben. „Dass man sich versteht. Obwohl man die polnische Sprache nicht kennt“ ist für Louisa Hodapp eine „tolle Sache“. Für Miriam Käshammer ist neben dem Programm und der Gastfreundschaft auch die Landschaft „wunderschön“, während Viktoria Vornehm und Katja Huber die neuen Freunde, der gemeinsame Spass und die historischen Städte begeistern. An diesen und vielen anderen guten Erfahrungen für die Sasbacher haben die Lehrer der Partnerschule mit Danuta Derda und Klaudia Bukowska-Pajak einen wesentlichen Anteil, die ein wunderbares Programm mit vielen Überraschungen bis zum Besuch einer Opernaufführung in Breslau vorbereitete, damit die Lenderschüler das schöne Land Polen und die reiche Kultur näher kennen lernen konnten. Besichtigt wurde auch das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz, wo die Sasbacher mit einem menschenverachtenden und leidvollen Kapitel in der deutschen Geschichte konfrontiert wurden. Inmitten der „Hölle von Auschwitz“ wurde den Jugendlichen deutlich vor Augen geführt, wie wichtig das Zusammentreffen mit Menschen anderer Länder und Themen wie Toleranz, Verständnis und Menschlichkeit sind. Eine Bootsfahrt in einem historischen  Bergwerkstollen sowie die Besichtigung einer der ältesten und größten paläontologischen Fundstätte der Welt in Ozimek-Krasiejow rundeten das Programm ab. Empfangen wurden die Sasbacher auch von Direktor Darius Bigas und Bürgermeister Jan Labus, ein Wiedersehen gab es auch mit vielen Freunden und dem Gründervater des grenzenlosen Schüleraustausches Ryszard Dreling. Dass es dies tatsächlich gibt, konnten die Sasbacher mit großen Augen bereits an der Grenze in Görlitz sehen, als sie ohne Kontrolle von Deutschland nach Polen fuhren und von Grenzbeamten weit und breit nichts zu sehen war. Vorbei sind die Zeiten stundenlangen Wartens an der Grenze und das neue Europa hat begonnen, so dass sich die Menschen noch besser begegnen, Vorurteile überwinden und gemeinsam in eine gute Zukunft gehen können. Daran haben in den vergangenen 18 Jahren über 1000 deutsche und polnische Jugendlichen bei den Begegnungen mitgearbeitet, um ein neues und besseres Europa zu schaffen.


25 Jahre deutsch-polnische Partnerschaft

Sasbach/Ozimek(sp). Die Kontakte nach Polen entstanden Anfang der 80er Jahre, als die Pfarrgemeinde Achern und Bürger aus Sasbach während der Notjahre in Polen begannen, Hilfstransporte zu organisieren und tonnenweise Medikamente, Kleider und Nahrungsmittel nach Opole und Neisse zu fahren. Erste Freundschaften entstanden und bei ihren Fahrten durch Polen durften die Acherner und Sasbacher entdecken, welch ein schönes und kulturell reiches Land Polen ist. Aber auch wie stolz die Menschen auf ihr Land sind und welche Kraft ihnen der Glaube gegeben hat, die schweren Jahre zu überstehen. Zunehmend war bei den Polenfahrern der Wunsch entstanden, engere persönliche Kontakte mit einer Gemeinde zu knüpfen. Der verstorbene Caritasdirektor Dr. Pawel Porada führte sie 1990 nach Ozimek. Es gab ein erstes Treffen bei Pfarrer Gerhard Kaluza mit interessanten Gesprächen, bei denen alle spürten, dass ihm die Kinder und Jugendlichen besonders am Herzen lagen. Es war wohl eine Liebe auf den ersten Blick, zwischen den Menschen aus Sasbach und Achern und denen in Ozimek und im darauffolgenden Jahr fuhr eine erste größere Reisegruppe aus der Acherner Pfarrei nach Ozimek, bevor im Mai 1992 erstmals Schüler aus Sasbach die Gemeinde Ozimek besuchten und den Schüleraustausch in die Wege leiteten. Seit damals fanden jedes Jahr Treffen in Ozimek und Sasbach statt, im Jahr 2000 wurde eine offizielle Schulpartnerschaft geschlossen und acht Lenderschüler wurden aufgrund ihrer fünfmaligen Teilnahme an Polenfahrten zu Ehrenschülern ernannt. Hinzu kam, dass die Gemeinde Ozimek auch in das Internationale Jugendprojekt »Eine Welt von Freunden« aufgenommen wurde, von Anfang an mit dabei war und zweimal das Projekt ausrichtete. Aber auch die Pfarrgemeinde Achern hat immer wieder Kinder und Erwachsene aus Ozimek nach Achern eingeladen, ebenso mit der Heimschule Lender und der Gemeinde Sasbach zu Spendenaufrufen für die Hochwasseropfer und die Arbeitslosen-Projekte in Ozimek aufgerufen. Dank vieler Spenden konnte die Pfarrgemeinde Achern das Krankenhaus in Ozimek und das Altenheim der Pfarrgemeinde unterstützen.