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(Fotos: B. Haubold)

Seit dem Schuljahr 2008/2009 bietet die Fachschaft Englisch eine Londonfahrt für interessierte Schüler der 10.Klassen (G8) und 11. Klassen (G9) an.

Das Anmeldeverfahren findet in Koordination mit den anderen Austauschfahrten dieser Jahrgangsstufen im ersten Schulhalbjahr statt.

 

Hier der Bericht der ersten Londonfahrt im März 2009:

 

Lender students explore Britain’s capital

 

Nachdem die Heimschule dank zweier Austauschprogramme mit amerikanischen High Schools in der neuen Welt bereits bestens vertreten ist, haben unsere Schüler seit 2008/09 nun auch Gelegenheit, in Klassenstufe 11 (G9) bzw. 10 (G8) Großbritannien kennenzulernen – in Form eines fünftägigen London-Aufenthaltes. Los ging es für die Pioniere, begleitet von Brigitte Haubold und Kerstin Heß, am 2. April 09 um 22.30 Uhr an der Lender-Bushaltestelle, am frühen Morgen brachte uns die Fähre von Calais nach Dover, wo unsere Englandfahrt im eigentlichen Sinne begann. Bereits der Anreisetag bot uns „England in a nutshell“ – eingepackt in winddichte Jacken und mit (glücklicherweise überflüssigen) Regenschirmen im Gepäck besichtigten wir Canterbury mit seinen winkeligen Gässchen, alten, schiefen Häusern und seiner ehrwürdigen Kathedrale, um nachmittags nach Windsor und Eton weiterzufahren und mit Eton College eine der berühmtesten britischen „public schools“ zu besuchen, auf der auch die beiden Prinzen William und Harry unterrichtet worden waren. Gegen Abend erreichten wir unseren Wohnort Norbury, von wo aus wir in den folgenden Tagen die englische Hauptstadt erkundeten.

Alle Schüler waren in Kleingruppen bei englischen Gastfamilien untergebracht, mit denen sie den Abend verbrachten. Am Samstag verschafften wir uns auf einer mehrstündigen Stadtrundfahrt mit einem einheimischen Guide einen Überblick über Londons wichtigste Sehenswürdigkeiten – den Tower mit Tower Bridge, Parlament und Big Ben, Buckingham Palace, Hyde Park u.v.m. – bevor die Schüler in Gruppen einige Stunden zur freien Verfügung in London verbrachten. Der nächste Tag diente uns für einen Ausflug nach Oxford, wo wir eine Führung durch eines der insgesamt 38 Colleges erhielten, das z.T. auch das Setting für die Great Hall der „Harry-Potter“-Filme darstellt und unseren Schülern einen Eindruck davon vermittelte, was es bedeutet, eine britische Traditionsuniversität zu besuchen. – Immerhin waren einige so fasziniert von glamour und glory der Oxfordian scholars, dass sie nach den Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium an dieser Eliteinstitution fragten – was will man mehr? Eine ausgedehnte Mittagspause bot Gelegenheit, durch Oxfords Einkaufsstraßen zu bummeln, die vielfältigen bisherigen Eindrücke auf sich wirken zu lassen oder sich im Sonnenschein zu entspannen und für den am Nachmittag stattfindenden Rundgang durch Oxford zu stärken.

Für den Folgetag stand ein Besuch im Londoner Globe-Theatre auf dem Programm, das sich von den aus Deutschland bekannten Theatern grundlegend unterscheidet, sowohl in seiner Bauweise als auch in den darstellerischen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Das Globe-Theatre ist auch als Shakespeare-Theater bekannt, weil es den Aufführungsort zahlreicher Stücke dieses vielleicht berühmtesten englischen Autors darstellt(e). Über die Geschichte des Globe, Shakespeare und seine Zeit informierte uns eine Ausstellung, die dem Globe angegliedert ist. Am Nachmittag trafen wir uns im Natural History Museum, das man auf keiner London-Fahrt verpassen sollte und das unseren Schülern bewies, dass ein Museumsbesuch alles andere als langweilig sein muss – besonders die Dinosaurier und die Tour durch (!!) das menschliche Herz begeisterten unsere Gruppe. Nach derart erlebnisreichen Tagen blickten wir dem Dienstag, unserem letzten Tag, mit Wehmut entgegen. Am Vormittag besuchten wir gemeinsam den Tower mit seiner Kronjuwelen-Ausstellung, der Nachmittag bot unseren Schülern nochmals Gelegenheit, London auf eigene Faust zu erkunden.

Viel zu schnell waren die Tage vergangen, darin waren wir uns einig, als wir am 8. April das nächtliche London in Richtung Süden verließen, um in Dover wieder auf die Fähre zu gehen – mit der festen Absicht, diese wunderbare Stadt möglichst bald wieder zu besuchen.

Brigitte Haubold