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Bilderreise nach Vologda/Russland

oder die Abenteuerfahrt des sinfonischen Jugendblasorchesters der Heimschule Lender in eine andere Zeit

anlässlich der 860Jahrfeierlichkeiten der Stadt Vologda vom 28.6. – 3.7.2007

 

Donnerstag, 28. Juni – Anreise

4.30 Uhr:  Fast pünktlich fahren wir mit dem Bus an der Heimschule Lender ab in Richtung Stuttgarter Flughafen.

Dieses ewige Warten …

Nachmittag: Ankunft des Orchesters in Moskau (Flughafen Domodedovo)
Sofort geht es weiter auf die 500 km lange und 8h dauernde Überfahrt aus Moskau nach Vologda in das Hotel des Lehrzentrums “Energetik”. Dort werden wir am sehr frühen Morgen vom Leiter des russischen Orchesters begeistert empfangen.

Die russischen Weiten... ... um kurz vor Mitternacht. Man(n) hält sich fit...Nach ungefähr 25 Stunden Reise kommen wir dann doch irgendwann an.

Freitag, 29.Juni – erster Tag

Jeden Tag erwartet uns ein riesiges Büffet …, das sich zur Mittagszeit auch die Regierungsbeamten schmecken lassen.

Vormittag: Stadtführung durch Vologda

Nachmittag: Mit dem Bus geht es zur Besichtigung ins Freilichtmuseum, in dem wir russisches Dorfleben anno dazumal kennen lernen dürfen.

Abend: In der Musikfachschule von Vologda bekommen wir die Möglichkeit zu einem nächtlichen Trainingsprogramm der musikalischen Art: von 22.00 – 23.00 Uhr gibt das Orchester alles. Klanggewaltig unterstützt werden wir vom Professor für Tuba mit Student – alle Achtung!!! Todmüde fallen danach alle  ins Bett. Doch sage ich alle? Eine kleine Gruppe von ca. 45 tapferen Musikern aus dem kleinen Dorf Sasbach hält auch heute durch …

Samstag, 30. Juni – zweiter Tag

Heute ist unser großer Auftritt: Jubiläumsfeier der Stadt Vologda zum 860jährigen Bestehen. Bisher stehen alle noch auf zwei Beinen, die Stimmung ist optimistisch.

Vormittag: Beim Bummel durch Vologda wird russisches Stadtleben geschnuppert.

Eine typische Ladenzeile in Vologda bzw. unsere erfolgreichen Stadtabenteurer vor der Leninstatue in Vologda

Nachmittag: Wir bereiten uns auf den großen Festumzug durch die Stadt vor. Außer uns marschieren das gastgebende Orchester und ein Orchester aus Jaroslawl mit.

Wir versuchen, uns in Marschposition aufzustellen … was dann auch wunderbar klappt … der nachmittägliche Fitnesssport zeigt nach einer halben Stunde Marsch und beinahe kontinuierlichem Spiel kaum Wirkung. Ist der Umzug schon zu Ende? Da soll einmal jemand sagen, dass Musikmachen keine sportliche Herausforderung sei!

Nachmittag: Auch am Nachmittag widerstehen wir aufkommender Müdigkeit und den unbeugsamen Strahlen einer gleißenden Sonne beim Open-Air – Auftritt auf dem Festplatz.
Abend: Unter kundiger Führung von Deutschstudent(inn)en, unserer Dolmetscherin und den Söhnen unserer russischen Organisatoren wagen wir uns in kleinen Gruppen unter die Gäste des Vologdaer Stadtfestes.

In der Mitte unser russischer Tubist. Unsere Dolmetscherin, die an der UNI in Vologda Deutsch unterrichtet

Sonntag, 1. Juli – dritter Tag
Eine ganztägige Exkursion führt uns ins Hinterland von Vologda zum „Kirillo-Belozerski“-Kloster, dem größten Kloster Europas und zum Kloster „Pherapontov“, dessen Fresken unter dem Schutz des Unesco-Weltkulturerbes stehen.

Das Kloster "Kirillo - Belozerski"
Das Kloster "Pherapontov". Leider durfte nur der Eingang zu den Fresken fotografiert werden.

Abend: Zur Abschlussfeier haben unsere russischen Gastgeber nochmal alle Hebel in Bewegung gesetzt, alle Register gezogen, um ein rauschendes Fest mit Musikanlage, DJ, Breakdancern und „lecker“ Essen auf die Beine zu stellen.

Montag, 2. Juli – letzter Tag und Rückreise Teil I
Vormittag: Vologda blickt auf eine reiche Geschichte als reiche und wichtige Handelsstadt zur Zeit der Zaren zurück. Im *Museum der adeligen russischen Kultur* wird diese prunkvolle Zeit wieder zum Leben erweckt.

Traditionelles Holzhaus in Vologda, in dem reiche russische Kaufleute wohnten bzw. reich geschmücktes Holzhaus russischer Adliger.
Das Klavier, mechanische Musikinstrumente (hier ein Apparat aus Deutschland mit Lochplattenprinzip) und ein Grammophon durften natürlich nicht fehlen.

Abend: Nach dem Besuch des mitreißenden Konzerts unserer  befreundeten russischen Musikerfamilie verabschieden uns Vertreter und der Dirigent des sinfonischen Blasorchesters der Stadt Vologda mit der Überreichung üppiger Gastgeschenke.

Abend: Gegen 22.00 Uhr fahren wir wieder zurück nach Moskau mit dem Bus, eine lange Nacht steht uns bevor. Am frühen Morgen, zu nachtschlafender Zeit (Moskau ohne Verkehrsstau!!!), kommen wir in der Hauptstadt an und haben den ganzen roten Platz für uns allein!

 

Dienstagmorgen, 3. Juli – Rückreise Teil II

Mittag, Abend und Nacht: Um die Mittagszeit machen wir uns auf zum Flughafen Domodedovo in Moskau. Wohlbehalten und doch ein bisschen müde kommen wir um 22.30 Uhr in Sasbach wieder alle an.


Vielen Dank an unsere Organisatoren für diese gelungene Reise!!!

Herzlicher Dank gilt allen Sponsoren für ihre finanzielle Unterstützung!!!