Home

Home » Schule » Gymnasium » AGs » Schulgarten » Naturschutz

Insekten-Arche

In der Arche finden viele verschiedene Insektenarten, besonders Wildbienen, eine Möglichkeit ihre Eier abzulegen.

In der "bereinigten" und aufgeräumten Natur, finden diese Insekten immer seltener solche Nistmöglichkeiten. Deshalb nahm ihre Zahl in den vergangen Jahrzehnten sehr stark ab. Viele Wildbienen sind so selten geworden, dass sie auf der Roten Liste der vom aussterben bedrohten Tierarten stehen.

In unserer Insekten-Arche haben wir versucht möglichst verschiedene Nistmöglichkeiten anzubieten.

Angefangen mit in Holzstücken gebohrten Löchern verschiedener Größe, hohle Schilfrohrstengel, Lehmbrocken, Stroh oder grobem Schnittgut bis zu einem Hummelnistkastenkönnen wir so im zeitigen Frühjahr regelmäßig verschiedene Insekten in großer Zahl beobachten.

So zum Beispiel die Mauerbiene (Osmia cornuta), die große, schwarze Holzbiene (Xylopoca violacea), Florfliegen und Marienkäfer und die Ackerhummel (Bombus agrorum)

Steinhaufen + Minitümpel

Ein Steinhaufen mit seinen unterschiedlich großen Hohlräumen und Ritzen bietet vielen kleinen Tieren ideale Verstecke. Die Wärmespeicherung der Steine ist für Amphibien und Reptilien von großem Nutzen. In unserem "Minitümpel" konnten wir die Entwicklung von kleinen Kaulquappen bis zu fertigen kleinen Fröschen beobachten.

Auch einige Molche und Molchlarven mit ihren büscheligen Außenkiemen versteckten sich zwischen den Algen. Ihre Nahrung, die Wasserflöhe, entwickelten sich in großen Mengen. Wasserflöhe unter dem Mikroskop zu sehen war für uns ganz schön spannend. Viele Wasserläufer tummelten sich auf der Wasseroberfläche. Wenn man sich ganz ruhig verhielt, konnte man sogar Libellen beim Sonnen auf den Steinen oder bei der Eiablage beobachten.

Möglichst viel Unordnung - vielfältiges Leben im Reisighaufen

Im letzten Herbst haben wir aus Laub, Baum- und Strauchschnitt einen großen Reisighaufen aufgeschichtet. Es ist viel zu schade, dieses Material aus dem Garten wegzuschaffen.

Wir hoffen nämlich, das ein Igel unter diesem Reisighaufen sein Winterquartier einrichten wird. Eine regendichte "Igelkuppel" haben wir unter dem Reisig versteckt.

Auch Vögel, wie Zaunkönig (Vogel des Jahres 2004) und Rotkehlchen nutzen solche Reisighaufen gerne als Versteck und Brutplatz. Viele Spinnen, Käfer, Schnecken und Asseln finden hier Unterschlupf. Sie sind willkommene Beute für den Igel.

Insektenwelt

An einigen Stellen im Schulgarten lassen wir auch Pflanzen wachsen, die so mancher Hobbygärtner als Unkraut bezeichnen würde und aus seinem Garten entfernt. Solche Pflanzen werden oft von Schmettlingen oder genauer gesagt von deren Raupen als Futterpflanzen aufgesucht. Wie zum Beispiel der Schwalbenschwanz in den beiden Bildern.

Aber auch andere Insekten profitieren von dieser größeren Pflanzenvielfalt.

=> Rosenkäfer bei der Paarung.

Eine besondere Attraktion war die Entdeckung eines Hornissenglasflüglers im Sommer 08 an einer Zitterpappel im Schulgarten. Durch seine perfekte Nachahmung einer Hornisse täuscht dieser harmlose Schmetterling Gefährlichkeit vor.

Sträucher

Einheimische Sträucher und Bäume liefern mit ihren Blüten viel Nektar und Pollen für Insekten. Ihre Früchte werden gerne von Vöglen, Igeln und Eichhörnchen gefressen. Auf dem Schulgelände und im Schulgarten haben Schüler, Schülerinnen, Lehrerinnen und Lehrer deshlab zahlreiche Arten angepflanzt:

Bergahorn, Spitzahor, Sommerlinde, Rosskastanien, Esche, Walnussbaum, Liguster, Holunder, Weißdorn, Pfaffenhütchen, Hartriegel und Schneeball.

 

In diesem Winter hatten wir sogar recht seltene Gäste aus dem hohen Norden. Ein Trupp von Seidenschwänzen kam regelmäßig in unseren Garten und hat sich über die reichlich vorhandenen Beeren der Schneeballhecken hergemacht.

Deshalb wollen wir in diesem Schuljahr noch ein paar weitere Schneebälle auf dem Schulgelände pflanzen. Denn gerade wenn viel Schnee liegt sind seine Beeren eine wichtige Nahrungsquelle für viele heimische Vögel oder Zugvögel.