LGS – Mit Leib, Geist und Seele an der Schule
Wie kann man den Übergang von der Grundschule und dem Gymnasium noch einfacher gestalten? Wie kann man aus einer Gruppe einzelner Sextaner eine Klassengemeinschaft bilden? Diese Fragen beschäftigen den Unterstufenarbeitskreis schon seit einigen Jahren. Die Antwort ist ein Förderprogramm, das die größten Schwierigkeiten der neuen Sextaner aufgreift und Hilfestellungen anbietet. Dabei soll der Schüler in seiner Gesamtheit gefördert werden, eben mit Leib, Geist und Seele.
Im Schuljahr 2005/ 2006 umfasste das Programm vier Phasen.
In der ersten Phase sollte die Klassengemeinschaft gestärkt werden. Zusammen mit dem Klassenlehrer wurden erlebnispädagogische Spiele dazu benutzt, die Stärken jedes einzelnen herauszustellen und zu beweisen, dass nur das Miteinander und nicht das egoistische „Ich kann alles besser“ die Gruppe zum Erfolg führt.
Die Methodenkompetenz zum Thema Hausaufgaben und die Vorbereitung auf Klassenarbeiten standen in den Nachmittagsförderstunden der zweiten Phase im Mittelpunkt. Außerdem beschäftigten sich die Kinder mit ihrer eigenen Gesundheit und mit der Möglichkeit sich im Schulalltag wohl zu fühlen („Wellness“): Wie kann ich mich besser im Unterricht konzentrieren? Das Thema „Vokabellernen“ - für viele Schüler trotz Fremdsprache in der Grundschule Neuland - wurde in den Fremdsprachenunterricht integriert.
Die dritte Phase umfasste die Intensivtage. Im Bereich „Leib“ ging es um Maßnahmen der Entspannung und bewussteren Einstellung zu sich und der Gruppe („Im Team tanzen; Brain Gym- Bewegung, der Zugang zum Lernen“). Im Themenkomplex „Seele“ lernen die Schüler mit Konflikten umzugehen („Mediation“; „Ruhig tätig sein“). Schließlich wurde der Bereich „Geist“ durch bestimmte Aspekte eines Faches („Mathe - einmal anders“) ergänzt.
Die vierte Phase schließt das Förderprogramm mit einem Highlight im Leben jedes Sextaners ab: Die Sextanerfasnacht. Hier steht nicht nur das Feiern im Mittelpunkt, sondern auch das gemeinsame Vorbereiten verschiedener Programmpunkte, das Einüben und Vorführen kurzer Sequenzen, bei denen auch einige ihre Hobbys (Tanzen, Sport, Akrobatik) vorstellen konnten.
Dieses Förderprogramm ist zu einer festen Einrichtung der Heimschule Lender geworden und soll auch im nächsten Schuljahr mit neuen Themen durchgeführt werden und mit dem Gesamtunterricht sinnvoll vernetzt werden. Schüler, Eltern und Lehrer haben in verschiedenen Formen des Feedbacks bisher eine sehr positive Bilanz gezogen. Immer wieder werden dabei Anregungen aufgenommen und das Förderprogramm wird den veränderten Rahmenbedingungen angepasst.