Home » Aktuelles » Solaröfen für Angola

Solaröfen für Angola

Foto:sp

Solaröfen für Angola und Container im Wert von 30000 Euro
Dickes Lob von Erzbischof Viti für die Solarkocher


Sasbach(sp). Dass die Sonne ein perfekter Lieferant für Energie ist und Reis, Kartoffeln und Piccolini zum „brutzeln” bringt, durfte Erzbischof em. Francisco Viti aus Angola auf dem Campus der Heimschule Lender erleben. Denn die NWT-Gruppe der Klassen 11e und 10a hatten mit ihrer Fachlehrerin Martina Bühler drei Solaröfen und einen Spiegelkocher gebaut, die mit Hilfe der Sonne ihre volle Energie entfalteten und den Bischof zum Staunen brachte. „Eure Erfindung ist eine echte Entwicklung und sie ist uns sehr willkommen”. Mit diesem tollen Kompliment bedankte sich der Erzbischof bei den Schülerinnen und Schülern vor allem für die beiden Solaröfen, die demnächst mit einem Container voller Baumaterialien der Angola Hilfe Sasbach die Reise nach Huambo antreten, „Geht immer weiter vorwärts, damit eure Geschwister in der ganzen Welt vorwärts kommen”, so Erzbischof Viti, der in Sasbach ein gerne gesehener Gast ist und mit vielen Spendern sein Wunschprojekt erfüllen kann. Denn nächstes Jahr soll mit der Fertigstellung des Erdgeschosses der Schulbetrieb aufgenommen werden. „Wir hoffen, wir hoffen”, meinte der Erzbischof.
Die Solaröfen der Lenderschüler funktionieren bestens und können von Schülern in Huambo mit einfachen Materialen recht schnell nachgebaut werden. Die Öfen bestehen aus Holz und sind mit Schafswolle gut isoliert, die Aluminiumfolie und die beiden Glasscheiben sorgen dafür, dass die eingefangenen Sonnenstrahlen den Ofen auf die richtige Betriebstemperatur bringen. Je nach der Intensität der Sonne sind Temperaturen bis zu 170 Grad möglich. Geradezu futuristisch sieht der Spiegelkocher mit seinem großen Parabolspiegel aus, über dem ein Ofenrohr als Bratröhre seine „Kochkünste” entfaltet. Die Höhe der Bratröhre und der Spiegel sind verstellbar, um je nach dem Sonnenstand die perfekte Brennlinie zu treffen und die größte mögliche Energieausbeute zu erzielen. Dies demonstrierten die Schüler bei strahlendem Sonnenschein und siehe da, in einer halben Stunde waren die Kartoffeln gar und die Piccolini auf dem Teller des Erzbischofs.
Die Angola-Hilfe Sasbach von Irma Bühler unterstützt seit Jahren finanziell und materiell den Neubau der „Mutterschule” in Huambo, die Kinder von der Grundschule bis zum Abitur besuchen sollen. Derzeit wird ein Container mit Elektro- und Baumaterial beladen, auch ein kleiner Baukran befindet sich unter der Hilfslieferung im Gesamtwert von 30000 Euro. Das Erdgeschoss der Schule steht, nun muss die Decke der Schule geschalt und betoniert werden, so dass der zweite Stock gebaut werden kann. Auch Irma Bühler zeigte sich zuversichtlich, dass der anvisierte 1. Schultag 2011 stattfinden und die Kinder lesen, rechnen und schreiben lernen.
Neben dem Schulhausbau unterstützt die Angola Hilfe ein zweites Projekt in Form von Kinder-Patenschaften. Bislang fanden 16 Waisenkinder aus Huambo deutsche Paten, die mit regelmäßigen finanziellen Zuwendungen die Kinder unterstützen. Wer den Schulhausbau unterstützen und eine Patenschaft übernehmen will, kann sich mit Irma Bühler (07841) 4135 in Verbindung setzen. Für das Schulprojekt ist unter dem Kennwort „Huambo/Angola” ist ein Konto bei der Volksbank Achern (BLZ 66291300) mit der Kontonummer 13035814 eingerichtet. Auf Wunsch stellt das katholische Pfarramt Sasbach eine Spendenquittung aus.