Tag der offenen Tür Heimschule Lender
Wright Flyer landete in der Lender -
Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Eltern
Sasbach(sp). „Ich warte nur darauf, bis Herr Meyer mit dem Flieger abhebt”, meinte eine Besucherin beim Tag der offenen Tür an der Heimschule Lender. Denn der begeisterte Segelflieger und Naturwissenschaftler hatte im Rahmen des Faches Naturwissenschaft und Technik und in Kooperation mit dem Acherner Flugzeugbauer und „Künstler mit dem Hang zum Ingenieurwesen”, Udo Jörges, für eine Attraktion bei diesem besonderen Schultag gesorgt. So konnten die Besucher im Innenhof der Lender erstmals öffentlich in der hiesigen Region den exakten Nachbau des legendären Wright Flyer hat, mit dem Wilbur Wright am 8. August 1908 in der französischen Stadt Le Mans zum ersten motorisierten Flug in Europa startete. Die minutiöse Arbeit von Udo Jörges war 2008 der deutsche Beitrag für die Ausstellung anlässlich des 100-jährigen Erstflug-Jubiläums in dem 800 Jahre alten Kloster „Epau” in Le Mans”, nun „landete” er komplett aufgebaut in Sasbach und die Besucher konnten das Prachtstück bewundern. Das Projekt mit dem Wright Flyer, der 1909 erstmals in Deutschland abhob, war ein Beleg für die Kooperation zwischen Schule und einem externen Fachmann, der den „Traum vom Fliegen” wahr werden ließ. Auch alle anderen Fächer präsentierten eine Fülle von Projekten, Ausstellungen Experimenten und Aufführungen, die an dem Schulstandort Sasbach mit Gymnasium, Wirtschaftsgymnasium und Kolleg St. Pirmin zum ganz normalen Schulalltag gehören. Hinzu kam, dass Schüler, Lehrer, Eltern, Seelsorger, Schulpsychologin und Altsasbachern „ihre” Lender vorstellten und ihren Spaß am Lehren und Lernen dokumentierten. Neben dem „Erstflug” des Wright Flyers sorgte die Premiere des „LenderTV” für einen Riesenansturm vor den Bildschirm, als im Beisein eines Kamerateams vom Südwestrundfunk das Schulfernsehen erstmals auf Sendung ging und einen vollen Erfolg landete. Der Bericht über „LenderTV” soll am 26. März, um 18.45 und 19.45 Uhr in der SWR-Landesschau zu sehen sein, die Sendungen sind rund um die Uhr über das Internet unter der Adresse www.LenderTV.de abrufbar.
Nach guter Lender-Tradition begann der Tag mit katholischen und evangelischen Gottesdiensten, die Rektor Edgar Eisele sowie die Pfarrer Doris Uhlig und Uwe Arnold leiteten und Musikzugschüler der 6. und 7. Klassen ansprechend mitgestalteten. Danach konnte die Besucher die Heimschule mit ihren vielfältigen Bildungsangeboten und der offenen Ganztagesbetreuung im Tagesheim kennen lernen, viele tolle Angebote gab es auf dem Schulcampus vom „Kulturhaus Lender” mit den Kunst-Ateliers, bis zu Schulbibliothek und Museum, Sporthalle und zur Sternwarte.
„Stimmen Sie bitte nicht ein in den Klagegesang vergangener G9-Tage, sondern lassen Sie uns alle gemeinsam die Kinder stärken, sich den Aufgaben zu stellen”. So Schulleiter Lutz Großmann zur Diskussion um G8 und G9 und der Frage, welche Schulform denn für ein Kind die richtige ist. Jede Schulform fördere Kinder auf unterschiedliche Weise und auch „Spätstartern” sei es möglich, das Abitur zu machen. Zu den spezifische gymnasialen Voraussetzungen gehören Neugierde, Fleiß und Leistungsbereitschaft, Anfertigen von Hausaufgaben aus eigenem Antrieb oder Aufgeschlossenheim gegenüber Neuem. An einer christlichen Schule gehe es in der ganzheitlichen Bildung und Erziehung auch darum, die Persönlichkeit von Schülerinnen und Schülern so zu fördern, dass sie bereit und fähig sind, die sinnstiftende Kraft des Glaubens zu erfahren und im Geiste des Evangeliums für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Der gute Kontakt zu den Eltern gehöre zu einem zentralen Anliegen, denn „Mitspracherechte, Transparenz des pädagogischen Handelns und ein aktiver Elternbeirat sind und uns ein wichtiges Gebot”. Darauf baue die „Erziehungspartnerschaft zwischen Schule und Eltern”, denn die Schüler sollen erleben, dass Lehrer und Eltern an einem Strang ziehen.