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Tag der offenen Tür

Fotos:sp

Tag der offenen Tür an der Heimschule Lender
Von römischen Händlern bis zu Straßenmusiker
Der Blick für den Nächsten besonders wichtig


Sasbach(sp). Händler aus dem „alten Rom” verkauften beim Tag der offnen Tür in perfektem Latein Goldschmuck und Fische auf dem Lender-Campus. Schüler präsentierten in einer flotten Modenschau die stylische Schulkleidung für Mädchen und Jungs mit den neuen Accessoires a la „Lendergeist”, während „Peter Pan” ein Theatergastspiel gab und „Straßenmusiker” für ein klingendes Schulgelände sorgten. Das Schulfernsehen „LenderTV” feierte seinen ersten Geburtstag (www.LenderTV.de), die Juniorfirma „El Mundo” verkaufte fair gehandelte Waren und die Fachschaft Religion zeigte einen etwas anderen Raum zum Thema „Heilige Orte”, die beim letzten Bibeltag mit den Sextanern bedacht und erlebt wurden. Offene Türen gab es vom Kulturhaus Lender mit den Kunst-Atelliers über das Tagesheim bis zur Sporthalle und Sternwarte, Ausstellungen Experimente und Aufführungen gaben interessante Einblicke in das vielfältige Lehren und Lernen, die am Schulstandort Sasbach mit Gymnasium, Wirtschaftsgymnasium und Kolleg St. Pirmin zum ganz normalen Schulalltag gehören. Hierzu gehört als Besonderheit der Bilinguale Unterricht im Fach Erdkunde, das ab Klasse 7 (Biberacher Modell) nur in Englisch unterrichtet wird. Hierbei geht es um eine andere Art der Anwendung von Englisch, denn im Mittelpunkt stehen die Sachinhalte des Faches Erdkunde, so dass die Schüler ihre Sprachkompetenz mit Fachthemen und -vokabeln verbessern.
Nach guter Lender-Tradition begann der Tag mit katholischen und evangelischen Gottes-diensten, die Rektor Edgar Eisele sowie die Pfarrer Doris Uhlig und Uwe Arnold leiteten und Musikzugschüler der 7. Klassen sehr schön mitgestalteten. Danach stellten Schüler, Lehrer, Eltern, Seelsorger, Schulpsychologin und Altsasbacher  „ihre” Lender und deren lebendiges Schulleben vor. Begriffe wie Neugier, Selbständigkeit, Zuversicht und das „alte Wort” Fleiß standen auf den Bausteinen für einen guten Bildungsweg, den Schulleiter Lutz Großmann mit Schülern am Bau einer Pyramide verdeutlichte. Zu deren Fundament gehöre wesentlich die Familie und deshalb sei der Heimschule der „enge Kontakt” zu den Eltern sehr wichtig. Denn Kinder müssten erkennen, dass Lehrer und Eltern an einem Strang ziehen, wenn es um Medienerziehung oder das Fördern einer ruhigen, konzentrierten Lernatmosphäre gehe. Dies bekräftige der Vorsitzende des Elternbeirates Bernhard Wölfle damit, dass an der Lender Lehrer und Eltern nicht nur an einem Strang sondern sogar in die gleiche Richtung ziehen. So gehe das Mitspracherecht der Eltern über das an staatlichen Schulen hinaus, die Satzung des Elternbeirates wurde nicht gegen sondern mit der Schule entwickelt. In vielen Fragen hätten die Eltern nicht nur ein Mitwirkungsrecht, gewissen Themen müsse der Elternbeirat ausdrücklich zustimmen und er könne eigene Initiativen einbringen. Hierbei nannte Bernhard Wölfle den Arbeitskreis G8, der „vorbildlich das gute Miteinander” von Eltern, Lehrern und Schulleitung und das Erarbeiten von Konzepten und Lösungen widerspiegle.
Als eine christliche Schule in Trägerschaft der Schulstiftung der Erzdiözese Freiburg stelle die Heimschule Lender den „Blick für den Nächsten” in den besonderen Mittelpunkt des Arbeitens und der Schulseelsorge. Denn Erfolge ließen sich nicht allein an Noten messen, mindestens genauso wichtig seien die Entwicklung und Reifung der Persönlichkeit und damit das soziale Lernen und die religiöse Erfahrung. „Wir möchten den Kindern und jungen Erwachsenen zeigen, welch sinnstiftende Kraft aus einem gelebten Glauben heraus erwachsen kann. Glaube und Gemeinschaft können auch Halt geben in schwierigen Situationen”.