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Vorweihnachtliches Konzert

Fotos: sp

Mit der „Melodie Gottes” auf dem Weg nach Bethlehem –
Über 200 Schülerinnen und Schüler sorgten für glanzvolles Konzert

 
Sasbach(sp). „Öffnen wir die Tore unserer Herzen, damit die Welt einwenig heiliger und menschlicher wird”. Mit diesem Wunsch lud Rektor Edgar Eisele die Konzertbesucher in der Heimkirche ein, das alte Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit” zu singen und die Ankunft des „Königs aller Königreich” zu erwarten. Dieser „Heiland der Welt” kommt an Weihnachten und darauf wollte das Weihnachtskonzert der Heimschule Lender die Besucher in der voll besetzten Kirche mit der „Melodie Gottes” und vielfältigen Klangfarben einstimmen. Zur Tradition des Konzertes gehören die Spenden der Besucher für die Sternsinger-Projekte der Heimschule in der Pfarrei des Altsasbachers Wilfried Woitschek in Peru, damit die Welt etwas menschlicher und hoffnungsvoller wird.
Dass über 200 Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Formationen ein wunderbares Konzert auf hohem Niveau gestalteten, bestätigte die ausgezeichnete Qualität des „Musikgymnasiums Lender”. So erlebten die Gäste zum Finale des Kulturjahres 2008 ein glanzvolles Konzert mit advent- und weihnachtlichen Melodien und Themen, die gehaltvoll und freudig auf das Wunder der heiligen Nacht vorbereiteten. Den Auftakt machte das Bläservororchester unter der Leitung von Stephan Lung und die Schlagzeug AG 7 (Joachim Rohrer), die mit der „Winterrose” von Kurt Gäble einen schönen Liederzyklus zur Weihnachtsgeschichte zum Blühen brachte. Es war ein imposantes Bild, die 90 Musiker im Chorraum zu sehen und zu erleben, welch ein Potential die Nachwuchsarbeit des „Paradepferdes” sinfonische Blasmusik hat. Mit bekannten Melodien wie „Tochter Zion”, „Maria durch den Dornwald ging” und „O, du fröhliche” aus dem Advent in die Weihnachtszeit, wobei das feine Klangbild und die vertrauten Weisen für innige Weihnachtsfreude sorgten. Eine glänzende Premiere feierte die Referendarin Bettina Kowalsky, als sie mit dem Streichorchester die wundervolle „Pastorella per il natale del nostro Signore” von Gregor Joseph Werner (1693–1766), Kapellmeister des Fürsten Esterházy in Eisenstadt, aufführte. Mit technisch versiertem Spiel und mit feiner Tonsprache präsentierte das Orchester die anmutige, dreisätzige „Hirtenmusik” im Concerto-Stil, die mit ihren charakteristischen Elementen aus dem Übergang vom Barock zur Klassik einen treffliches Weihnachtsgeschenk war. Noch eine Premiere sorgte für eine besondere Note des Konzert, denn erstmals spielte das Cello-Ensemble der Heimschule unter der Leitung von Marylène Lung einen eigenen Part und erhielt viel Applaus für „Merry Celli” und die internationalen Weihnachtsweisen mit virtuosen Cellisten. Zur Aufführung kamen weihnachtliche Lieder wie „O Come, O come Emmanuel” (USA) oder „The Scarlet Sarafan” (Russland), wobei sich bei „Jingle Bells” auch Glockenklang zu den Streichern gesellte und das gelungene Debüt perfekt machten. Globalisierung und Finanzkrise führten in dem modernen Weihnachtspiel „(K)ein Platz an der Krippe” dazu, dass völlig verdutzte Tiere arbeitslos wurden und sich bei der Jobbörse wieder fanden. Es war ein humorvolles Spiel mit ernstem und aktuellem Hintergrund, das die Theater AG lasse 5/6 unter der Leitung von Kathrin Marte, Annette Preuß und Daniel Kurz aufführten. Vorbei waren die Zeiten mit Vollbeschäftigung, die Tiere saßen auf der Straße und die Stimmung war die düster. Als drei Engel erschienen und den Tieren einen Job bei der Krippe Jesu anboten, waren alle Krisen vergessen und Hoffnung strahlte auf.
Dass auch der Chorgesang einen hohen Stellenwert an der Lender hat, bestätigte der Jugendchors 7/8 unter der Leitung von Norbert Zwick mit Begleitung eines Streicherensembles. Es machte eine große Freude, dem stattlichen Chor zuzuhören und das homogene Klangbild zu erleben, als der Jugendchor die Adventslieder „Es kommt ein Schiff geladen” aus dem Andernacher Gesangbuch von 1608 und „Maria durch ein Dornwald ging” sang. Mit dem russischen Lied „Bajuschki baju” krönte der Chor seinen tollen Auftritt und stimmte ein auf das Fest der Weihnacht.